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Stadt Offenbach

Ladeinfrastruktur für E-Autos kommt gut an: Weitere Ladepunkte werden eingerichtet

16.12.2025

Bürgermeisterin Sabine Groß mit Vertretern der Ladesäulenbetreiber (v.l.): Christoph Meier, Vorstandsvorsitzender EVO AG; Dennis Hefft, Projektleiter Eze.Network, und Salaheddine Aliane, Projektleiter Qwello.

Offenbach am Main baut sein öffentliches Ladenetz für Elektrofahrzeuge konsequent aus und die Nachfrage der Bürgerinnen und Bürger bestätigt den richtigen Kurs: Seit 2024 wurden bereits 58 öffentliche Ladepunkte an Offenbacher Straßen eingerichtet. Bis Ende 2026 soll die Zahl auf rund 100 Ladepunkte steigen, um ein noch stärker flächendeckendes Grundangebot in der Stadt zu schaffen. Private oder halbprivate Ladepunkte, etwa bei Arbeitgebenden oder Einzelhandelsstandorten, sind darin nicht enthalten. „Die Schaffung einer ausreichenden Anzahl von Ladesäulen ist gerade in einer dicht besiedelten Stadt wie Offenbach wichtig. Viele Menschen leben in Mehrfamilienhäusern, oftmals ohne eigene Parkplätze, und können daher keine eigene Ladeinfrastruktur errichten. Öffentlich zugängliche Lademöglichkeiten zuzulassen, das ist unser Part als Stadt. Wir stellen dafür Flächen am Straßenrand zur Verfügung“, so Bürgermeisterin Sabine Groß. 

Positive Bilanz nach einem Jahr 

Die Betreiber Qwello, EVO und Eze.Network ziehen nach rund einem Jahr eine durchweg positive Bilanz: „Die Ladesäulen werden sehr gut angenommen“, berichten sie. Besonders stark genutzt werden Standorte in den innerstädtischen Gebieten. Die meisten Ladevorgänge werden an den Stationen an der Friedrichstraße/Ecke Bleichstraße, an der Berliner Straße und an der Andréstraße verzeichnet. Die Auslastungszahlen steigen kontinuierlich an, sodass bis zum Ende dieses Jahres etwa 10.000 verrichtete Ladevorgänge an den Ladesäulen erwartet werden. Bürgermeisterin Sabine Groß: „Die steigende Nachfrage zeigt deutlich: Unser Ladenetz wird bei den Offenbacherinnen und Offenbachern gut nachgefragt. Deshalb werden wir den Ausbau im kommenden Jahr noch einmal intensivieren, damit an beliebten Standorten stets ein Ladepunkt verfügbar ist. Und natürlich denken wir über 2026 hinaus – E-Mobilität ist die Zukunft auf unseren Straßen, und wir sind mit unserem nachfrageorientierten Modell gut aufgestellt.“

Nachfrageorientiertes Modell für bedarfsgerechten Ausbau

Besonders an Offenbach ist das nachfrageorientierte Modell: Meldet ein Betreiber in einem Gebiet eine hohe Auslastung, ist er verpflichtet, einen Antrag für zusätzliche Ladesäulen zu stellen, um sein Bewirtschaftungsrecht für dieses Gebiet („Polygon“) zu behalten. Diese Anträge prüft die städtische Arbeitsgruppe E-Ladeinfrastruktur gemeinsam mit dem Betreiber innerhalb weniger Wochen und entscheidet schnell über die Genehmigung.

Dieses Vorgehen ermöglicht es, Ladepunkte genau dort zu schaffen, wo sie tatsächlich gebraucht werden, und gleichzeitig stabile Rahmenbedingungen für die Mobilitätswende zu sichern. So wird Offenbach Schritt für Schritt zu einer Stadt mit nachhaltiger, bedarfsgerechter und wirtschaftlich tragfähiger Ladeinfrastruktur für Elektroautos.

„Ein bedarfsgerechter Ausbau ist mir wichtig. Da wir Flächen dafür im öffentlichen Raum zur Verfügung stellen, müssen wir mit diesen Flächen verantwortungsvoll umgehen. Aus diesem Grund ist das nachfrageorientierte Modell, für das wir uns entschieden haben, eine sehr gute Lösung“, betont die Bürgermeisterin abschließend.  

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