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Stadt Offenbach

Stimmungsvoll mit bunten Regenjacken durch Offenbach: Radtour zu Klima und Stadtentwicklung

12.09.2025 – Knapp 20 Interessierte radelten gemeinsam mit Bürgermeisterin Sabine Groß und OFlovesU-Gründer Loimi Brautmann durch Offenbach. Auf der rund zweistündigen Tour erfuhren sie, welche Auswirkungen der Klimawandel auf das städtische Leben hat und welche Projekte bereits für mehr Nachhaltigkeit und Lebensqualität umgesetzt wurden sowie welche Vorhaben noch anstehen.

Knapp 20 Interessierte starteten die Radtour mit Bürgermeisterin Sabine Groß und OFlovesU-Gründer Loimi Brautmann am blauen Hafenkran.

Vom Hafen bis zum Dreieichpark – Beispiele für nachhaltige Stadtgestaltung

Die Radtour startete bei Nieselregen, aber gut gelaunt mit bunten Regenjacken am blauen Hafenkran. Zwischen 2008 bis 2021 entstand hier ein neues Quartier mit Freiflächen zum Verweilen und eine Verbindung zum Radnetz. Ein Zwischenstopp führte die Gruppe zum 3.200 Quadratmeter großen Oberen Molenpark. Dieses Regenwasserrückhaltebecken mit 3 hintereinander geschalteten Filterbeeten ist ein gutes Beispiel für die Klimaanpassung in der Stadt, wie Dr. Laura Woltersdorf vom Amt für Umwelt und Klima erklärte. Hier wird Regenwasser von etwa 2,7 Hektar Dach-, Hof- und Wegeflächen gesammelt, zurückgehalten und durch einen natürlichen Bodenfilter behandelt bevor es gedrosselt in den Main abgeleitet wird. Damit wird bei den zunehmenden Starkregenereignissen die Kanalisation entlastet. In den Öfteren und längeren trockenen Phasen im Sommer wird bei Regen die Grünfläche bewässert und an Hitzetagen die Umgebung gekühlt. Gleichzeitig hat die Grünfläche eine hohe Aufenthaltsqualität.

Von der Hafeninsel über die Hafenbrücke ging es weiter zum Rockywood Gebäude. Daniel Imhäuser vom Circle – Hub für Urban Mining stellte die Vision einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft in der Bau- und Immobilienwirtschaft vor. Mehr als 60 bundesweite Unternehmen tauschen sich zu diesen Themen aus und entwickeln Lösungen für ressourcenschonendes Bauen. Auch die SOH Stadtwerke Offenbach Holding GmbH ist dabei beteiligt. Im Anschluss traten alle weiter in die Pedale zur nächsten Station.

Zwischenstopp am „Alten Kraftwerk“ der Energieversorgung Offenbach AG (EVO) in der Andrestraße.

Parks als Kühlräume der Stadt

Nächster Zwischenstopp war das „Alte Kraftwerk“ der Energieversorgung Offenbach AG (EVO) in der Andrestraße. Hier ließ sich eindrucksvoll der Abriss der Außenwände des ehemaligen EVO Gebäudes kurz beobachten. Über die Frankfurter Straße hielt die Gruppe dann im Dreieichpark. Dieser spielt wie andere innerstädtische Grünflächen eine wichtige Rolle als kühler Ort bei starker sommerlicher Hitze. Außerdem steht er als natürlicher Begegnungsraum für alle Offenbacherinnen und Offenbacher kostenlos zur Verfügung. „Im Integrierten Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzept Offenbach ist der Park als kühlender Aufenthaltsbereich ausgewiesen. Solche innerstädtischen Parks tragen zur Hitzevorsorge bei und hier knüpfen wir mit vielseitigen Maßnahmen an. Beispielsweise mit einem Trinkwasserspender, neu gepflanzten Bäumen und einem Wasserspielplatz schaffen wir zusätzliche Erholungsmöglichkeiten und eine Abkühlung an heißen Tagen im Sommer “, erläutert Bürgermeisterin Sabine Groß. 

Sabine Groß mit Radfahrenden am Schillerplatz.

Verkehr neu gedacht 

Der nächste Stopp war der Schillerplatz. Dort befand sich ein Kreisel, auf Teilen dieser ehemaligen Verkehrsflächen stehen nun Sitzgelegenheiten und Pflanzenkübel und der Verkehrsfluss wurde verringert. „Die Schaffung von Aufenthaltsflächen im öffentlichen Raum ist als Ort der Begegnung wichtig und in Zeiten des Klimawandels spielt das Thema Entsiegelung und Begrünung von Flächen eine große Rolle“, so Groß. 

Zum Ausklang radelte die Gruppe über die Fahrradstraße Geleitsstraße zum SCAPE° - Wetter. Klima. Mensch., wo Mitarbeiterin Melisa Kiris Einblicke in die Klimawerkstatt gab. Bei Getränken und Gesprächen klang der Abend in entspannter Atmosphäre aus.  

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