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Marktplatz - Blick auf Bushaltestelle vor Schwanen-Apotheke
© Stadt Offenbach
Der Magistrat der Stadt Offenbach hat in seiner heutigen Sitzung erneut den geplanten Beschluss zum Marktplatz-Umbau vertagt. Wie Oberbürgermeister Horst Schneider mitteilt, wurde die entsprechende Vorlage von der Tagesordnung abgesetzt.

Schneider begrüßte nach der Sitzung, dass sich nun offenbar fraktionsübergreifend die Erkenntnis durchgesetzt hat, dass ein Umbau des zentralen Verkehrsknotens nur durch eine Reduzierung des Individualverkehrs erfolgreich sein kann: 

„Damit nähern wir uns wieder dem Grundsatzbeschluss der Stadtverordneten aus dem Jahr 2015 an, der das Ziel hatte, die Zukunftsfähigkeit der Offenbacher Innenstadt durch eine Bevorzugung der fußläufigen Passantenströme, des Öffentlichen Nahverkehrs und der Fahrradfahrer zu stärken.“

Entscheidend ist, so Schneider, dass künftig der Übergang von der Fußgängerzone mit dem Einkaufszentrum KOMM zum Wilhelmsplatz mit seinen kleinen Läden und der beliebten Gastronomie für die Menschen ansprechender ist als heute:

„Wir müssen die Innenstadt attraktiver machen, das schaffen wir nicht durch Autoverkehr, sondern dadurch, dass wir eine neue Qualität schaffen, damit auch die bis Ende des Jahrzehnts zu erwartenden 10.000 neuen Einwohner in der Kernstadt sich gerne in unserer Innenstadt aufhalten.“

Dass sich die politische Entscheidungsfindung noch etwas hinzieht, ist aus Sicht des Oberbürgermeisters und Planungsdezernenten dann kein Nachteil, wenn die 300.000 Euro Fördergelder für 2017 nicht verloren gehen, die bis zum 1. November abgerechnet werden müssen. Schneider erwartet deshalb in den nächsten Tagen neue Vorschläge der politischen Mehrheit, die die in seiner dritten und jüngsten erarbeiteten Variante enthaltene „Zelthaltestelle“ auf Höhe der Schwanen-Apotheke aufgreifen und die Möglichkeiten zur Reduzierung des durchfahrenden Individualverkehrs beinhalten – entweder weniger Verkehr vom Norden in den Marktplatz fließen zu lassen oder aber von Süden die Einfahrt in die Bieberer Straße zu kappen.

Schneider bedankte sich bei den Fachleuten des Amtes für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement, die in den vergangenen Tagen und Wochen unter Hochdruck die unterschiedlichsten Varianten für den geplanten Umbau erarbeitet haben. 


23. August 2017