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Stadt Offenbach

EVO informiert: EVO wird bis zum Jahr 2040 klimaneutral

13.06.2022

Vor zwei Jahrzehnten hat die Energieversorgung Offenbach AG (EVO) damit begonnen, ein Klimaschutzpaket für Stadt und Kreis Offenbach zu schnüren. In diesem Paket enthalten sind unter anderem 45 große Windkraftanlagen. Das Tempo für den Klimaschutz will die EVO jetzt nochmals deutlich erhöhen: Bis zum Jahr 2029 soll der vollständige Ausstieg aus der Kohle vollzogen sein. Das gesamte Unternehmen soll nach dem Willen des EVO-Vorstandsvorsitzenden Dr. Christoph Meier zudem Schritt um Schritt bis zum Jahr 2040 klimaneutral werden. 

„Damit sind wir nach unseren Recherchen der erste Energieversorger in Hessen, der ein solch konkretes klimapolitisches Ziel verfolgt“, sagte der EVO-Vorstandschef beim Festakt zum Jubiläum „175 Jahre EVO“ vor zahlreichen geladenen Gästen in Offenbach. Um das Ziel Klimaneutralität zu erreichen, müssten gewaltige Investitionen getätigt und Herausforderungen gemeistert werden. Die EVO setzt dabei ganz auf den Ausbau der erneuerbaren Energien: auf den verstärkten Einsatz von Abwärme, auf die Produktion von Holzpellets, auf Windkraft und Solarenergie und auf den massiven Ausbau der Elektro-Ladesäulen, führte Dr. Meier weiter aus. „Ob Digitalisierung, Elektromobilität oder Smart Cities: All das ergibt nur Sinn mit dem Einsatz klimafreundlicher Energien.“ 

Für Hessens stellvertretenden Ministerpräsidenten Tarek Al-Wazir, zugleich Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, ist die EVO seit jeher ein wichtiger Schrittmacher für die Energiewende. „Ob bei der Einführung der Gasbeleuchtung vor 175 Jahren, ob heute beim Umstieg auf erneuerbare Energien: Vorne dabei zu sein, ist für die EVO Firmentradition.  Die EVO investiert entschlossen in ihre und unsere Zukunft und will im Jahr 2040 als erster Energieversorger Hessens klimaneutral werden. Vor uns liegt die enorme Aufgabe des Übergangs zu einer nachhaltigen und klimafreundlichen Wirtschaftsweise. Die EVO hat diese Herausforderung mit großem Ehrgeiz angenommen, und dafür danke ich ihr. Ich wünsche der EVO noch viele erfolgreiche Jahre und freue mich, dass sie mit grünen Ideen schwarze Zahlen schreibt.“  

Zu Beginn des Festakts hatte die EVO mit einem kurzen Film die wichtigsten Episoden aus der Geschichte der EVO Revue passieren lassen: Begonnen hatte alles im Jahr 1847 – also dem Zeitalter von Heinrich Heine, Fürst Metternich und Karl Marx. Damals wurde die „Gasgesellschaft in Offenbach“ gegründet. Diese Vorläuferfirma der EVO baute innerhalb eines dreiviertel Jahres ein Gaswerk und errichtete zugleich eine der ersten modernen Straßenbeleuchtungen in Deutschland.

In der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg errichtete die EVO die Stromversorgung für die Menschen in Stadt und Kreis Offenbach. Rund fünfzig Jahre später kam die Versorgung mit der umweltschonenden Fernwärme hinzu. Mit dem Aufbau der erneuerbaren Energien startete die EVO vor rund zwanzig Jahren. Seither sind neben den 45 Windkraft-Anlagen zahlreiche Dächer in Stadt und Kreis Offenbach mit Solarmodulen ausgestattet worden – ein großes Pelletwerk in Offenbach liefert seit mehr als einem Jahrzehnt regenerative Energie für Privathaushalte, Gewerbe und Kommunen. 

Der Offenbacher Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke wertete die EVO als bewährten Taktgeber für Wachstum und Entwicklung der Region Offenbach seit 175 Jahren. Die EVO sorge nicht nur verlässlich an sieben Tagen die Woche für die Versorgung der Menschen, der Schulen und Kindergärten, der Krankenhäuser und Unternehmen mit Strom und mit Wärme. Das Unternehmen sei zudem ein zuverlässiger Partner der vielen Vereine – nicht zuletzt des OFC. „Ohne die Unterstützung der EVO, das möchte ich an dieser Stelle als Sport- und Kulturdezernent betonen, könnten viele Vereinsprojekte gar nicht erst umgesetzt werden“, sagte der Oberbürgermeister in einer eingespielten Video-Botschaft.

Die EVO habe zudem in enger Abstimmung mit der Kommunalpolitik schon vor rund zwei Jahrzehnten begonnen, an der Transformation des Energiesystems zu arbeiten“, führte Dr. Schwenke aus. „Damals war Klimaschutz für viele noch ein Fremdwort!“ Die Windkraftanlagen der EVO lieferten saubere Energie für rund eine Viertelmillion Menschen, „das sind viel mehr, als die Stadt Offenbach Einwohner hat!“ 

Die EVO ist nach Worten des Oberbürgermeisters in zahlreichen wichtigen Infrastrukturprojekten mit an Bord – dies gelte etwa für die Digitalisierung der Kommune, für die Ansiedlung von Rechenzentren, der Nutzung von Abwärme und für den Ausbau des EVO-eigenen Hochspannungsnetzes. „Wir Offenbacher sind sehr glücklich darüber, ein Unternehmen wie die EVO in unserer Stadt zu haben“, schloss Dr. Schwenke seine Videobotschaft.

Offenbachs Bürgermeisterin Sabine Groß hob die Bedeutung der EVO für die weitere Entwicklung der Stadt hervor. Die Zahl der Offenbacher Bürger steige deutlich; zugleich würden mehr und mehr Elektroautos registriert, neue Wärmepumpen angeschlossen und Rechenzentren in Betrieb genommen. „Dafür benötigen wir die passende Infrastruktur“, sagte die Bürgermeisterin bei der Jubiläumsfeier und fügte hinzu: „Der Ausbau des Hochspannungsnetzes durch die EVO macht unsere Stadt fit für den zukünftigen Strombedarf.“ Es sei gut und wichtig, dass „wir mit der EVO einen verlässlichen Partner für diese wichtige Frage an unserer Seite haben, der an der richtigen Stelle investiert“.

Für den Landrat des Kreises Offenbach, Oliver Quilling, steckt die Geschichte der EVO voller technischer Innovationen. Die ständigen Verbesserungen der Energieversorgung hätten den Menschen mehr Sicherheit und Lebensqualität gebracht und die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Region sich zu einem prosperierenden Wirtschaftsstandort habe entwickeln können. „Aktuellstes Beispiel ist das Verbrennen von Klärschlamm, durch das Phosphor als Düngemittel gewonnen wird“, urteilte der Landrat.

Laut Dr. Hansjörg Roll, EVO-Aufsichtsratsvorsitzender und Vorstand des EVO-Mehrheitseigners MVV Energie AG, hat seine Unternehmensgruppe in den vergangenen zehn Jahren bereits knapp 4 Milliarden Euro in das Energiesystem der Zukunft investiert. „Wir halten dieses Tempo im Strom- und Wärmebereich hoch und werden in den nächsten Jahren weitere 3 Milliarden Euro dafür in die Hand nehmen. Daran arbeiten wir und daran lassen wir uns messen“, hob Dr. Roll hervor. 

Die EVO als Teil der MVV-Familie sei ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie. Der MVV-Vorstand machte deutlich, dass die EVO in den vergangenen Jahren rund 250 Millionen Euro in nachhaltige Projekte investiert habe – zum Beispiel sei die EVO ein Pionier bei den Windkraftanlagen in der MVV-Gruppe gewesen. „Auch beim Pelletwerk war die EVO von Anfang an Vorreiter in Sachen Klimaschutz“, urteilte Dr. Roll. „Ich unterstütze den klimapolitischen Kurs der EVO; die MVV wird ihren Teil dazu beitragen, damit jetzt die Voraussetzungen für das notwendige Investitionsprogramm der Zukunft geschaffen werden.“

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