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Haus der Stadtgeschichte-Leiter Dr. Jürgen Eichenauer und EVO-Vorstandsvorsitzende Dr. Christoph Meier mit dem ehemaligen Stadtbaurat Wilfried Kaib © EVO

Innovation aus Tradition: Dafür steht die Energieversorgung Offenbach AG (EVO) seit rund 175 Jahren für die Menschen in Stadt und Kreis Offenbach. Wie die EVO seitdem die Zukunft der Menschen mitgestaltet und ein leistungsfähiges Energiesystem in Stadt und Kreis Offenbach aufgebaut hat, darüber berichtete der EVO-Vorstandsvorsitzende Dr. Christoph Meier bei einem spannenden und interessanten Vortrag dieser Tage im Haus der Stadtgeschichte in Offenbach. Die Veranstaltung fand im Rahmen der „Tage der Industriekultur“ statt und wurde von Offenbachs ehemaligen Stadtbaurat Wilfried Kaib moderiert.

Dr. Meiers Worten zufolge hatte die EVO-Unternehmensgeschichte im Jahr 1847 mit der Gründung der Gasgesellschaft in Offenbach begonnen. Damals sei Gas für Betriebe und die erste Straßenbeleuchtung der Stadt auf dem noch heutigen EVO-Betriebsgelände an der Andréstraße erzeugt und in die Stadt geliefert worden. Des Weiteren erfuhren die Besucher der Veranstaltung, dass vor 100 Jahren dann das Zeitalter der Elektrizität begann. „Von Offenbach aus ist die Region elektrifiziert und ein zuverlässiges Stromnetz aufgebaut worden“, sagte EVO-Vorstandsvorsitzende Dr. Meier. Rund 50 Jahre später sei die Erzeugung von Wärme hinzugekommen. In umweltschonender Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt die EVO seitdem in ihren Kraftwerken in umweltschonender Kraft-Wärme-Kopplung die Wärme für mehrere tausend Bürgerinnen und Bürger der Region.

 

„Seit dem neuen Jahrtausend sind wir wieder ein wichtiger Teil der Transformation des Energiesystems“, führte Dr. Meier weiter aus. Denn die EVO setze konsequent auf erneuerbare Energien. Mittlerweile erzeugten 45 Windkraftanlagen in Hessen und Rheinland-Pfalz für sauberen Strom. Zudem hat die EVO PV-Anlagen errichtet und in Betrieb genommen – unter anderem auf zwei Deponien im Main-Kinzig-Kreis. Auch das Müllheizkraftwerk ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich modernisiert worden; eine thermische Behandlung von Klärschlämmen ist dort zudem integriert worden.

Laut Dr. Meier werde dieser innovative Weg fortgesetzt: Dazu gehöre auch die Ansiedlung eines hochmodernen Rechenzentrums auf dem EVO-Betriebsgelände in unmittelbarer Nähe zum Internet-Knotenpunkt DE-CIX. „Denn die Welt ist digital geworden und wir sorgen dafür, dass Daten sicher gespeichert und schnell an jeden Ort der Welt gelangen“, sagte Dr. Meier. Doch der Datentransfer benötige Energie ebenso wie der rasche Anstieg der Einwohnerzahlen in Stadt und Kreis sowie die erwartete Zunahme der Elektromobilität. „Daher erweitern wir in den kommenden Jahren unser Hochspannungsnetz in Stadt und Kreis“, sagte Dr. Meier. Dieses Netz sei das „Rückgrat der Stromversorgung“ in der Region. Darüber würden nahezu 500.000 Menschen sowie Industrie und Gewerbe mit Energie versorgt. Jede Kommune in Stadt und Kreis Offenbach sei sicher und zuverlässig über zumindest zwei Leitungen an dieses Netz angebunden. „Damit das so bleibt, werden wir innerhalb wir in der nächsten Dekade das Hochspannungsnetz für mehr als 100 Millionen Euro modernisieren und die Kapazität mindestens verdoppeln.“

OFFENBACH, 01. September 2021