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Stadt Offenbach

„Béton brut“ - Plädoyer für eine verpönte Architektur

29.09.2026

„Béton brut“ roher Beton, auch Brutalismus genannt, zeigt sich oftmals in seiner ganzen brutalen Schönheit. Verschmäht und vielerorts abgerissen, zählt er zum Architekturstil der Moderne. In Offenbach gibt es zahlreiche Bauten in diesem Stil, die zu ihrer Zeit auf gestalterisch höchstem Niveau entstanden. Sie standen für den Aufbruch in eine „Neue Zeit“ und dem Wandel von der Industrie- zur Dienstleistungsstadt. Gästeführerin Stephanie Heeg-El-Sayed führt die Teilnehmenden ihrer Tour zu markanten Bauten dieser Ära, die fast alle unter Denkmalschutz stehen und die Offenbacher Innenstadt bis heute architektonisch prägen.

Die Führung findet statt am Freitag, 9. Oktober. Sie startet um 15 Uhr am Rathaus der Stadt Offenbach, einem exaltierten Bau, der als herausragendes Beispiel für den Brutalismus gilt. Vorbei am N+M-Gebäude geht es weiter zu den Resten der ehemaligen zweiten Ebene aus den Jahren 1967 bis 1974, die Fußgänger und Autofahrer voneinander fernhalten sollte. Das Motto jener Zeit war die autogerechte Stadt. 

Anders als Verwaltungs- und Nutzbauten stießen die Sakralbauten aus dieser Zeit auf weitaus weniger Widerstand. Zwei sehr unterschiedliche Bauten dieser Zeit stehen am Ende dieser Führung. Zum einen St. Konrad, im Volksmund auch als die „A“-Kirche bezeichnet, die schon allein durch ihr Äußeres besticht und die denkmalgeschützte Markuskirche, deren Äußeres nichts von dem herausragenden Innenraum erahnen lässt.

Die Teilnahmegebühr beträgt 15 Euro pro Person. Eine Anmeldung ist erforderlich an infoartefire-stadtfuehrungende. Die Führung dauert etwa zweieinhalb Stunden. Treffpunkt ist am Rathaus Offenbach, Eingang Berliner Straße. Für diese Führung wird ein gültiges Tagesticket für den ÖPNV im Stadtgebiet Offenbach benötigt.

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