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Wasserfontäne im Dreieichpark
© Stadt Offenbach

Unmittelbar an der Stadtgrenze im Westen Offenbachs, zwischen Parkstraße, Frankfurter Straße und Dreieichring, liegt der Dreieichpark. Wer mit dem Fahrrad oder zu Fuß dem Grünring vom Main zum Main folgt, der gelangt automatisch auch in Offenbachs erste öffentliche Parkanlage.

Vor allem Erholungssuchende nutzen die idyllische, naturnah gestaltete Grünanlage im beschaulichen Offenbacher Westend. Entlang der Wege, am Springbrunnen und am Rand des Weihers, in dessen Mitte sich eine Wasserfontäne befindet, laden Parkbänke zum Verweilen ein. Die durch den Park führenden Wege werden gerne von Spaziergängern genutzt.

Auch ein mit Holzpalisaden umrandeter Spielplatz gehört zu der 43.500 Quadratmeter großen Anlage.

Ihren ersten öffentlichen Park verdanken die Offenbacher der hessischen Landes-Gewerbeausstellung von 1879. Für diese Veranstaltung wurde am westlichen Stadtrand ein Ausstellungsgelände angelegt. Während die Ausstellungshalle später wieder abgetragen wurde, blieben Bepflanzung, Weiher, Brücken und Springbrunnen bestehen.

Auch der 1879 errichtete Musikpavillon inmitten der Anlage blieb erhalten, allerdings musste er mehrfach erneuert werden. In den 1970er Jahren war der Pavillon Schauplatz sonntäglicher Promenadenkonzerte. Auch heute noch wird der Park hin und wieder zum Ambiente für kulturelle Veranstaltungen, beispielsweise im Rahmen des Programms „Garten Rhein Main“ der KulturRegion Frankfurt Rhein-Main.

Eine Besonderheit des Parks sind die anlässlich der Gewerbeausstellung errichteten Betonbauwerke. Sie sollten den Ausstellungsbesuchern vor Augen führen, wie vielfältig der Baustoff Beton verwendet werden kann. Das Ensemble besteht aus einem Pavillon mit Kuppeldach, daran angegliederter Plattform mit Rundbogen und Treppe sowie einem Brückenbogen, der den Fußweg überspannt. Die Bauwerke gelten als Deutschlands älteste unbewehrte Betonbauten - errichtet also ohne die später übliche einbetonierte Stahlbewehrung zur Verstärkung.

Das Ensemble wurde im Jahr 2006 saniert: Risse im Beton wurden geschlossen, die grobkörnige Oberfläche verspachtelt. Mit einem von Fachleuten entwickelten Beleuchtungskonzept wird das Zeugnis moderner Industriegeschichte seither allabendlich in Szene gesetzt.

In einer Villa im Nordosten des Dreieichparks war bis 2004 das Stadtmuseum untergebracht – heute befindet sich das „Haus der Stadtgeschichte“ im Bernardbau in der Herrnstraße 61. Ein Gedenkstein im westlichen Teil des Dreieichparks, nahe der Parkstraße, erinnert an eine herausragende Offenbacher Persönlichkeit, den Philosophen Philipp Mainländer. Geboren am 5. Oktober 1841 als jüngstes Kind eines Offenbacher Fabrikanten, bekannte sich der Denker, der eigentlich Philipp Batz hieß, mit seinem Pseudonym zu seiner Heimatstadt.

Der Dreieichpark ist ganzjährig frei zugänglich.