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Der Pavillon am Wetterpark erhält die internationale Auszeichnung ICONIC AWARDS 2015:
Schon von weitem sichtbar glänzt der mit Zinkblechen verkleidete Bau auf dem Offenbacher Buchhügel in der Sonne. Mit seiner auffälligen, an eine Forschungsstation erinnernden Gebäudeform und seinen spannenden interaktiven Exponaten hat sich das vor einem Jahr eröffnete Besucherzentrum des Wetterparks zu einem Publikumsmagneten im Rhein-Main-Gebiet entwickelt.

Nun findet die faszinierende Architektur des Pavillons, den das Frankfurter Architektenbüro Meixner Schlüter Wendt  entworfen hat, auch internationale Beachtung und Anerkennung. Das Besucherzentrum des Offenbacher Natur- und Wissenschaftsparks wird vom Rat für Formgebung in der Kategorie Architecture – Event / Exhibition mit den begehrten ICONIC AWARDS 2015 ausgezeichnet.

Die Expertenjury des internationalen Wettbewerbs hat aus einer Vielzahl hochwertiger Beiträge das Frankfurter Büro auch noch in einer weiteren Sparte als Gewinner ausgewählt. Meixner Schlüter Wendt erhalten die ICONIC AWARDS 2015 ebenfalls in der Kategorie Architecture – Domestic für den Umbau des Frankfurter Wahrzeichens Henninger Turm vom Silo zum Wohnturm.
Der vor 60 Jahren auf Initiative des Deutschen Bundestags ins Leben gerufene und von der deutschen Industrie gestiftete Rat für Formgebung mit Sitz in Frankfurt ist eines der weltweit führenden Kompetenzzentren für die Kommunikation ganzheitlicher Gestaltung und unterstützt die Wirtschaft in allen Designfragen.

Mit den ICONIC AWARDS wird Architekten und Planern sowie deren Partnern in der Industrie, im Design und in der Markenkommunikation ein öffentlichkeitswirksames Forum geboten, um sich mit ihren Leistungen international zu präsentieren.
Der Untertitel des Architektur- und Design-Wettbewerbs lautet „Die ganze Welt der Architektur“  und ist Programm. In einem ganzheitlichen Ansatz wird das Zusammenspiel verschiedener Disziplinen berücksichtigt. Prämiert werden visionäre Architektur, innovative Produkte und nachhaltige Kommunikation aus allen Sparten der Architektur, der Bau- und Immobilienbranche sowie der produzierenden Industrie.

Die Preisverleihung der ICONIC AWARDS 2015 findet am 5. Oktober  in der Pinakothek der Moderne anlässlich der internationalen Immobilienmesse EXPO REAL in München statt.

Exponat Sichtturm
© Stadt Offenbach

Wetterphänomene sinnlich erfahrbar  

Errichtet hatte das Besucherzentrum des Wetterparks im vergangenen Jahr die OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH im Auftrag der Stadt Offenbach. Die OPG ist ein Unternehmen im Geschäftsfeld Immobilien der Stadtwerke Offenbach Unternehmensgruppe (SOH).

Seit seiner Eröffnung im Juli 2014 hat sich der bis Ende Oktober und dann wieder ab  März 2015 geöffnete Pavillon mit über 21.000 Besuchern in nur wenigen Monaten zum Publikumsmagneten und neuen Highlight des Offenbacher Wetterparks entwickelt

Der einzigartige, öffentlich zugängliche Themenpark ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Offenbach, des hier ansässigen Deutschen Wetterdienstes sowie des Planungsverbandes Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main. Der 2005 eröffnete, 20.000 Quadratmeter große Lehr- und Erlebnispfad vermittelt an verschiedenen Stationen das Zusammenspiel von Sonne, Luft und Wasser. Wetterphänomene werden nicht nur allgemein verständlich wissenschaftlich erklärt, sondern auch sinnlich erfahrbar gemacht.

Die kindgerechte, fachlich betreute und von unit-design (Frankfurt) konzipierte Dauerausstellung im Besucherzentrum ergänzt und vertieft dieses meteorologische Wissen und präsentiert an verschiedenen interaktiven Stationen Wetterphänomene gewissermaßen zum Anfassen. Darüber hinaus gibt es Informationen auch über das regionale Klima sowie über den Regionalpark Rhein-Main. Denn das Gebäude ist zugleich Regionalpark-Portal auf der Rhein-Main-Rundroute.


Schutz und Offenheit


„Aufgabe war“, sagt Projektleiter Martin Goldhammer zum  architektonischen Konzept des Besucherzentrums, „ein Gebäude zu entwickeln, das die Freiluftausstellung in seinem Inneren fortsetzt und gleichzeitig selbst als Exponat des Wetterparks lesbar ist.“
Ausgangspunkt für die Gebäudeform war die Vorstellung von einer Wetter- oder Schutzhütte mit archetypischem Satteldach. Dach- und Wandflächen sind mit industriellen Zinkblechen verkleidet. Das erinnert an traditionelle Schindeldeckungen.
Durch Einschnitte in den Baukörper entstanden  Außen- und Zwischenräume wie eine Eingangsterrasse oder eine Tribüne als „Grünes Klassenzimmer“. Goldhammer: „Dies ermöglicht eine differenzierte Wahrnehmung von Innen und Außen, von Schutz und Offenheit.“
„Eine faszinierende Architektur und ein stimmiges Konzept haben das politisch anfangs noch kontrovers diskutierte Besucherzentrum zu einer der meistbesuchten Einrichtungen Offenbachs werden lassen“, freut sich der Offenbacher Oberbürgermeister Horst Schneider über die Auszeichnung und den großen Zuspruch auch aus der Region.

Mit den ICONIC AWARDS 2015 erhält der Pavillon bereits die zweite Auszeichnung in seiner noch jungen Geschichte. Weil Stadt, OPG und Architektenbüro bei der Planung des Gebäudes auch an geflügelte Gäste gedacht hatten und mit sechs in die Fassade integrierten Nistkästen heimischen Fledermausarten Unterschlupf bieten, wurde das Besucherzentrum im Oktober 2014 vom Naturschutzbund (NABU) und dem Land Hessen als „Fledermausfreundliches Haus“ prämiert.        

 

Blick von oben auf den Wetterpark
© Stadt Offenbach