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Das Modell eines Wetter-Satelliten vom Typ Meteosat 9 gehört ebenfalls zu den Exponaten des Wetterparks. Im meteorologischen Erlebnispark auf dem Buchhügel kann man sich nun anschaulich über seine Funktionsweise informieren: Voyeurismus auf höchstem Niveau.
Exponat Wettersatellit
© Stadt Offenbach

Der Wetter-Satellit Meteosat 9 dient der Wetterbeobachtung und Klimaforschung. Er tastet wie ein Scanner ununterbrochen die Erde ab. Die gewonnenen Bilder und Daten ermöglichen es, komplexe Wetterabläufe, Klima- und Umweltveränderungen zu analysieren, was so durch Beobachtungen auf der Erde nicht möglich ist. Sie helfen, Unwetter frühzeitig zu erkennen und davor zu warnen, um Katastrophen in Straßen-, Flug- und Schiffsverkehr sowie in Land- und Bauwirtschaft möglichst abzuwenden oder zu entschärfen.

2005 wurde Meteosat 9 ins All geschickt. Seither befindet er sich in einer Höhe von 36.000 Kilometer über dem Äquator. Die Bilder, die er ans EUMETSAT-Kontrollzentrum in Darmstadt liefert, geben vor allem Aufschluss über den Feuchtigkeitsgehalt in der Atmosphäre, die Verteilung von Eis und Schnee und den Anteil an Staub.

Ein Modell des Wetter-Satelliten Meteosat 9 im Maßstab 1:4 ist im Wetterpark zu sehen. Getragen von einer Ständerkonstruktion erhebt es sich über die Besucher. Auf einer Tafel sind Einzelaufnahmen des echten Wetter-Satelliten abgebildet und erklärt. Die Bilder zeigen die Erde und verschiedene Wetterphänomene aus der Perspektive der Satellitenkamera.

Das Modell ist eine Dauerleihgabe von EUMETSAT. EUMETSAT (Europäische Organisation zur Nutzung meteorologischer Satelliten) ist eine zwischenstaatliche Organisation mit derzeit 17 europäischen Mitgliedsstaaten, darunter auch Deutschland. Diese Staaten finanzieren und nutzen die EUMETSAT Programme. Das Personal auf ca. 160 Planstellen kommt aus den Mitgliedsstaaten. Die Arbeitssprachen sind Englisch und Französisch. EUMETSAT ist zuständig für den Betrieb der europäischen Wettersatelliten, darunter Meteosat, und für die Verteilung der Daten von diesen Satelliten.

Wetterpark-Führer Dr. Werner Horst erläutert die Station Wetter-Satellit