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Exponat Wetter im Wetterpark
© Denny Karran
Was verraten die Wolken über das Wetter? Welche Form hat ein Regentropfen? Wie schwer ist Luft? Antworten auf diese Fragen lassen sich bei einem Spaziergang finden – durch den Wetterpark Offenbach. Inmitten naturbelassener Wiesen und junger Baumhaine informieren die Stationen der 2005 eröffneten Ausstellung über das Wetter und die Wetterbeobachtung.

Ein meteorologischer Garten – so mutet das mit Metallgittern eingezäunte Areal am Eingang des Wetterparks an. Die exotischen Gewächse darin sind mit leuchtenden Nummern versehen. Und wer nicht auf den ersten Blick erkennt, dass ein tulpenähnlicher, gezackter Zylinder dem Messen der Niederschlagsdauer dient, kann auf einer Infotafel nachschauen.

Die Messgeräte gehören zu einer vollautomatischen Beobachtungsstation des Deutschen Wetterdienstes. Gemessen werden hier unter anderem Lufttemperatur, Luftdruck und Niederschlagsmenge. An der Beobachtungsstation gibt es außerdem Informationen zur Arbeit des Deutschen Wetterdienstes.

Schüler am Exponat Gewitter
© Stadt Offenbach

Der vernarbte Stamm einer Eiche zeugt an der Station „Gewitter“ davon, welche zerstörerische Kraft in einem Blitz steckt. Auch wenn das harte Holz der Eiche dem Einschlag eher standhält als manch anderer Baum, hat der Blitz entlang des Stamms seine Spur eingegraben. Wie ein Gewitter entsteht, und wie ein Hagelkorn aufgebaut ist, darüber geben Schautafeln Auskunft.

Schon von weitem hebt sich ein von pinkfarbenen Stangen gebildeter Kubus von seiner natürlichen Umgebung ab. Drei Meter hoch, drei Meter breit, drei Meter tief ist der Würfel. Sein Inhalt besteht aus Luft – und ist trotzdem 27 Kilogramm schwer. Anschaulich wird an der Station „Luftdruck“ erklärt, wie Temperatur, Gewicht der Luft und Luftdruck zusammenhängen.

Schüler auf dem Sichtturm
© Stadt Offenbach

Wie ein gerade gelandetes Raumschiff wirkt die Station „Atmosphäre“. Ein asymmetrisches Gebilde auf vier Beinen wartet hier darauf, seine Informationen Preis zu geben. Um zu erfahren, wie die Atmosphäre aufgebaut ist und wie die Farben des Himmels entstehen, muss man das Innere des Raumschiffs erkunden. Und kann dann auch erfahren, was die Erde mit einem Apfel gemeinsam hat.

Von der Station „Atmosphäre“ schlängelt sich der Kiesweg des Rundgangs weiter durch einen Wald aus roter, an hohen Metallstangen befestigter Fahnen. Sie zeigen an, aus welcher Richtung der Wind weht. Vom „Wind“ zur „Sonne“ ist es nur ein kurzes Stück. Wer beim Umherspazieren die Zeit vergessen hat, kann sich von der Sonne die Uhrzeit anzeigen lassen. Auch der Monat lässt sich an der Sonnenuhr ablesen. Eine Schauwand gibt Auskunft über die Bestandteile des Lichts, die Sonne als Energielieferant und darüber, weshalb sich die schwarze Oberfläche der Schauwand wärmer anfühlt als andere Gegenstände in der Umgebung.

Es regnet kleine Hamburger – jedenfalls haben Regentropfen diese Form, wenn sie vom Himmel fallen. Warum das so ist, steht auf einer Infotafel an der Station „Wasser“: Der Luftwiderstand sorgt dafür, dass sich die Tropfen verformen. Wie viele Regentropfen vom Himmel fallen, zeigen zwei trichterförmige Niederschlagsmesser.

Exponat Luftdruck
© Denny Karran

Mandelbäume, Jasmin und Süßkirsche sind an der Station „Phänologie“ gepflanzt. Wissenschaftler beobachten im Jahresverlauf das Wachstum und die Entwicklung dieser Pflanzen und können daran die Entwicklung des Klimas verfolgen. Spaziergängern verrät eine Schautafel unter anderem, wann sich die Blätter der Süßkirsche verfärben oder wann der Jasmin blüht.

Heute bleibt das Wetter schön – sagen jedenfalls die Wolken. Gemächlich ziehen am Himmel weiße Wattebäusche mit flachem Bauch entlang. Eine Infotafel beschreibt die verschiedenen Wolken-Typen, ihre Entstehung und was sie über das Wetter sagen. Cumulus, die „Quellwolke“, ist die „Schönwetterwolke“. Schöne Aussichten also. Der Wetterpark, Haupteingang Am Wetterpark 15, ist eine öffentliche Parkanlage und kann täglich von 8 bis 22 Uhr besucht werden. Der Parkplatz Wetterpark in der Goerdelerstraße ist ausgeschildert. Der Eintritt ist frei.