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Der rund elf Kilometer lange Fuß- und Radweg entlang des Mains soll besser befahrbar und sicherer werden. Immer mehr zu Fuß Gehende sowie Radfahrende nutzen den beliebten Mainradweg in der Freizeit oder auch für den täglichen Arbeitsweg. Dadurch ändern sich zunehmend auch die Nutzungsansprüche – sei es der Wunsch nach einem breiteren Weg, an manchen Stellen einer besseren Beleuchtung oder mehr Rastplätzen und Informationstafeln. Die dafür erforderlichen umfangreichen, zum Teil baulichen Maßnahmen hat der Offenbacher Magistrat jetzt beschlossen. In erster Linie sollen die Qualität und Sicherheit einer der wichtigsten Strecken der Nahmobilität im Offenbacher Stadtgebiet erhöht werden.

Planungs- und Verkehrsdezernent Paul-Gerhard Weiß zu den gewachsenen Anforderungen: „Wir erfassen seit einigen Jahren eine immer stärkere Nutzung des Mainradwegs, gerade auch bei Radfahrenden. Gleichzeitig nutzen nach wie vor viele Offenbacherinnen und Offenbacher den Weg am Main zu Fuß. Damit Sicherheit und Übersichtlichkeit für alle Nutzerinnen und Nutzer gewährleistet bleiben, sind kurz- und mittelfristig umfassende Maßnahmen erforderlich, die die Stadt jetzt auf den Weg bringt.“

Die Radverkehrsbeauftragte Ivonne Gerdts vom Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement fügt ergänzend hinzu: „Die Beschaffenheit des Mainradwegs steht teilweise nicht mehr im Verhältnis zur Nutzung. Vor allem an schönen Tagen, wenn viel los ist und sich Radfahrende, zu Fuß Gehende und Sporttreibende gleichzeitig am Main aufhalten, wird es eng, teilweise sind Stellen nicht gut einsehbar und auch in den Abendstunden ist der Streckenverlauf zum Teil schlecht zu erkennen.“

Die Planung der Maßnahmen beginnt voraussichtlich im Frühjahr 2022. Aktuell gilt es, den Stadtverordnetenbeschluss einzuholen, dem sich, sobald eine Förderzusage der Geschäftsstelle Radnetz Deutschland vorliegt, die konkrete Ausschreibung und Vergabe der Planungsleistungen anschließen. Der vorgesehene Baubeginn ist Anfang 2023, der Abschluss der Baumaßnahmen voraussichtlich Ende 2023. Es ist während der Ausführungsarbeiten vorgesehen, notwendige Umleitungen einzurichten sowie Beeinträchtigungen für den Fuß- und Radverkehr so gering wie möglich zu halten.

Für das anstehende Maßnahmenpaket wurden insgesamt sieben Handlungsfelder identifiziert, die zu einer maßgeblichen Verbesserung der Nutzungsqualität des Mainradwegs beitragen. Diese sind unter anderem die Ausbaubreite und Oberflächenbeschaffenheit, die Beseitigung von Engstellen und Sichtbehinderungen oder auch Maßnahmen zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität. So will man dem zunehmenden Fuß- und Radverkehr auch in Zukunft eine gute und sichere Strecke entlang des Mains bieten. Insgesamt sollen der Radverkehr und die Nahmobilität noch attraktiver werden – nur so können der Radverkehrsanteil erhöht und der verkehrsbedingte CO2-Ausstoß verringert werden.

Der Kostenrahmen des Maßnahmenpakets beläuft sich auf voraussichtlich drei Millionen Euro. Erfreulich ist, dass der Mainradweg Teil des deutschlandweiten Radnetzes, den sogenannten D-Routen, ist. Dadurch können bis zu 100 % der Kosten über bundesweite Fördermittel des Förderprogramms des Bundes „Ausbau und Erweiterung des Radnetzes Deutschland“ abgedeckt werden.

30. November 2021