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Dort, wo früher Güterzüge für Offenbacher Betriebe rollten, sind die Gleise demontiert. Seit 1996 ist aus der Trasse der ehemaligen Industriebahn zwischen Sprendlinger Landstraße und Lämmerspieler Weg ein Weg für Fußgänger und Radler geworden. Einheimische nutzen ihn gerne, um dem regen Verkehr auf dem Straßenzug Taunusring - Odenwaldring - Spessartring – Rhönstraße auszuweichen. Zudem ist der Weg Bestandteil der Route der Industriekultur und bietet interessante Informationen zur Offenbacher Wirtschaftsgeschichte.

1993 gaben die letzten Betriebe die Nutzung des Industriegleises für den Güterverkehr auf. Etliche der einstigen Firmen existierten nicht mehr, neu angesiedelte wie das Postverteilzentrum, das Einkaufszentrum „Ringcenter“ oder das Verlagshaus der Regionalzeitung „Offenbach Post“ brauchten keine Bahnanbindung. Und so konnte die Stadt Offenbach als Eigentümerin der Trasse über alternative Nutzungsmöglichkeiten nachdenken.

Der neue Rad- und Fußweg wurde nicht asphaltiert, sondern lediglich wassergebunden angelegt. Der vorhandene Gleisschotter dient als Unterbau. Am Weg, der die Innenstadt in Ost-West-Richtung durchquert, liegen noch heute einige wichtige Offenbacher Betriebe sowie Wohngebiete, Einzelhandelsgeschäfte, Kitas, Spielplätze, das Ketteler-Krankenhaus und der Bahnhof Offenbach-Ost.

Ob als schnelle sichere Stadtteilverbindung für Radfahrer, als Ausflugsroute oder als bequemer Fußweg zum Einkauf - die Nutzungsmöglichkeiten sind vielfältig. Und längst sind nicht alle ausgeschöpft. Über die Backstraße und den Georg-Oswald-May-Weg soll eine Verbindung zum Grünring von Main zu Main geschaffen und so das Freizeitradwegenetz geschlossen werden.

Neben der Nutzung als Verkehrsverbindung bietet sich die Trasse in ihrem historischen Verlauf als Industriemuseum an. Ausstellungsobjekte, die wetterfest und robust sind sowie Schau- und Informationstafeln, Plakatwände sollen an die Bahn selbst und an die ehemaligen Anlieger erinnern. In der weiteren Ausgestaltung kann der Fuß- und Radweg durch Bepflanzung und Nutzung der Neben- und Seitenflächen Räume schaffen für Sitzecken, Objekte oder Skulpturen; Kunst- oder Werbeaustellungen. Vielfältige Aktivitäten, Aktionen, Vorträge und Feste können auf diesen Flächen stattfinden. Das weitgehend offene Konzept ist auf Sponsoren angewiesen. Unterstützt wird das Projekt bislang von der Rewe AG und von den Offenbacher Verkehrsbetrieben.

Nachfolgend finden Sie weitere Informationen zur Geschichte der Offenbacher Industriebahn sowie die Texte der Infostelen, die im Rahmen der Route der Industriekultur unter anderem auf einstige Industriebetriebe hinweisen.

Der Verlauf des Wegs ist im Plan durch kleine Güterwaggons markiert.