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Ein lauer Wind weht, der blaue Himmel strahlt und es riecht nach Sonnencreme. In perfekter Kombination verschmilzt der Fahrtwind mit der Sonne zur Traumtemperatur. In Offenbach gibt es Fahrradrouten, die auch überregional in der Regionalparkroute RheinMain aufgenommen sind und von leichten bis fordernden Touren alles bieten.

Die Regionalparkroute

In Offenbach kann man am Main starten und gemütlich über ebene Fahrradwege gleiten, die einen an Spielplätzen und als Leuchttürme getarnten Kiosken vorbeiführen. Dort finden Groß und Klein Erfrischung und können den Blick schweifen lassen über den Fluss, der Offenbach zu „Offenbach am Meer“ macht. In den Sommerferien kann in Offenbach einfach drauf losgeradelt werden. Ein Ausflug zum Wochenmarkt bietet neben der Einkaufsmöglichkeit von frischem Gemüse, Obst und Grillgut auch die Chance, die Stadt von einer anderen Warte aus zu erleben. Im gemütlichen Fahrstil kann man sich umschauen und das vielfältige Treiben genießen. Wer vom Bummeln genug hat, kann außer spontanem Radeln auch geplante Touren erfahren.

Zum Beispiel ein Teilstück der Regionalparkroute. Diese führt in Offenbach nicht nur am Isenburger Schloss oder am Badetempel Metzler vorbei, sondern schlängelt sich durch die Stadt und Umgebung und bietet dabei allerlei Abwechslung. Im Dreieichpark gegenüber der Leibniz-Schule befinden sich neben üppigen Spielplätzen die ältesten, in Deutschland errichteten Betonelemente ohne Stahlbewehrung. Kunstvoll arrangiert treffen sich hier siebziger Jahre Flair mit Spielgelegenheiten für Kinder der Gegenwart.

Über die südliche Grenze Offenbachs gelangt man zum Wetterpark in Tempelsee. Das gut besuchte, mitten im Grünen liegende Areal unterhält und informiert rund um das Thema Wetter und Wettervorhersage. Allerlei Stationen bieten den Interessierten anschauliche Informationen über Wetterphänomene und ihre Zusammenhänge. Die Kinder- und Jugendfarm liegt ebenfalls auf dem Buchhügel und bietet den Jüngsten viele Möglichkeiten zu Spiel und Spaß. Nach einem entspanntem Aufenthalt lässt sich von hier aus auch der Bieberer Berg bezwingen. Die Mühe belohnt der angrenzende Leonard- Eißnert-Park mit Wasserspielen und großer Grünfläche. Glück hat, wer jetzt die Frisbee nicht vergessen hat. Wer noch Kraft hat, fährt von hier aus nach Bürgel zum Naturschutzgebiet Schultheiß-Weiher und legt nach einem Bad im See die Kleidung zum Trocknen an den Strand, und sich selbst daneben.

Die Waldroute

Ein anderes Erlebnis verspricht die Waldroute Offenbach. Die 22 Kilometer lange Strecke führt um die Stadt herum und zeigt neben interessanten naturkundlichen auch kulturgeschichtliche Besonderheiten der Waldgebiete rund um Offenbach. Dabei birgt der schattige Wald ersehnte Abkühlung und Ruhe vor motorisiertem Verkehr. Schon nach ein paar Kilometern Strecke erscheint der Buchrainweiher, an dem sich nach Fröschen im Dickicht Ausschau halten lässt. Der Fund einer Merkurstatue vor 30 Jahren deutet darauf hin, dass schon in der Römerzeit einige sandalenbewehrte Füße im kleinen See zur Abkühlung den Boden berührten. Auch der alte Siedlungsplatz, ein paar Kilometer später, wird mit alten Kulturen in Zusammenhang gebracht. Diese könnten aus der Eisenzeit stammen und stellen so möglicherweise die ältesten Besiedlungsplätze rund um Bieber dar. Und nicht nur hier wird man an die Relativität von Zeit erinnert, denn kurz darauf kann man die wohl älteste Eiche im Raum Offenbach bewundern. Seit dem Jahr 1590 steht der Baum und trotzt Wind, Wetter und Sägen. Ein solch bewegtes Leben ruft Ehrfurcht hervor und lässt einen gleichzeitig innerlich ruhig werden. Ein angenehmes Gefühl, das im Waldcafé der Werkstätten im Hainbachtal mit einer Apfelsaftschorle durch neue Energie ersetzt wird. Durch den Offenbacher Stadtwald und das beschaulich Bieber führt dann die Strecke bis zum Schneckenberg. Vom höchsten Punkt Offenbachs kann man den Blick schweifen lassen, um dann zur S-Bahn Station Offenbach-Ost oder runter zum Main zu radeln.

Mobil mit dem E-Fahrrad

Praktisch für große Touren ist die Möglichkeit der OVB und des RMV, über eMobil-RheinMain sogenannte „Pedelecs“ zu mieten. Das sind Fahrräder mit Elektroantrieb, die den eigenen Tritt unterstützen, wenn man will. Der Grad der Unterstützung ist in drei Stufen wählbar. Damit lassen sich auch längere Strecken bewältigen und Steigungen mit Leichtigkeit überwinden. Die Fahrräder stehen am Marktplatz in der Nähe der S-Bahn-Stationen und kosten für 24 Stunden Nutzung neun Euro.
Abenteuerlustige Fahrradfahrer packen ihre Taschen und radeln los – viel falsch machen kann man damit in Offenbach und Umgebung nicht. Manchmal entwickeln sich spontane Touren zu tollen Erlebnissen, wenn man eigenständig die nähere Umgebung entdeckt, die jahrelang in ungeahnter Schönheit vor sich hin schlummerte. Und eigentlich ist beim Radfahren das Fahren am schönsten- dann, wenn der Wind die Frisur bestimmt und die Sonne die Luft über dem Asphalt flimmern lässt.