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Banner der Publikation
© Yves Bierwald, Loretto.Studio
Keine andere Stadt in Deutschland beherbergt prozentual Menschen aus so vielen unterschiedlichen Ländern wie Offenbach – und das nicht erst seit den letzten Jahrzehnten. Tür an Tür wohnen hier Menschen aus den verschiedensten Glaubensgemeinschaften. Dabei ist es selbstverständlich, dass Kinder in der Schule und im Alltag auf Personen aus anderen Religionen treffen. Doch woran glauben sie? Welche Regeln, Symbole, Heilige Schriften und Gebetshäuser kennen sie?

Für die Beantwortung dieser und vieler weiterer Fragen bietet die Publikation „Orte des Glaubens. Grundschulen im interreligiösen Dialog“ eine Hilfestellung für Lehrkräfte und hält gleichzeitig Unterrichtsmaterialien zu diesem Thema bereit.
Buchcover
© Yves Bierwald, Loretto.Studio

„Orte des Glaubens. Grundschulen im interreligiösen Dialog“

Judentum, Christentum, Islam – dass diese drei Weltreligionen alle auf dieselbe Wurzel zusammenlaufen, gerät schnell in Vergessenheit. Und häufig findet auch ein direkter Austausch zwischen den Glaubensgemeinschaften nicht statt, der zeigt, dass es viele Gemeinsamkeiten zwischen den drei monotheistischen Weltreligionen gibt. Daher geben das städtische Kulturmanagement, das Haus der Stadtgeschichte und die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen eine gemeinsame Publikation für Lehrkräfte an Offenbacher Grundschulen heraus, mit der für die dritten und vierten Klassen grundlegende Informationen zu Judentum, Christentum und dem Islam bereitgestellt werden. Ziel ist es, jungen Menschen die Vielfalt, aber auch die Nähe zwischen den Religionen zu vermitteln. Damit soll schon sehr früh die Basis dafür gelegt werden, sich nicht als Fremden, sondern als Schwestern und Brüdern zu begegnen. Denn die eigene Religion ist durch die direkte Vermittlung der Familie vielleicht noch präsent, aber wie sieht es mit dem Glauben der Nachbarskinder aus? An welchen Glaubensort gehen sie, wie sieht er aus und gibt es vielleicht sogar Gemeinsamkeiten? Diese Fragen werden durch eine spielerische Herangehensweise beantwortet und können so gerade auch schon im Grundschulalter die Grundlage für eine offene Einstellung gegenüber Andersgläubigen und für ein gutes Miteinander bieten.

An wen richtet sich „Orte des Glaubens“?

Die Publikation „Orte des Glaubens. Grundschulen im interreligiösen Dialog“ richtet sich an Lehrkräfte der dritten und vierten Schulklassen. Dabei adressiert sie gleichermaßen aus Offenbach stammende wie auch zugezogene Lehrerinnen und Lehrer, die im Unterricht die drei monotheistischen Weltreligionen behandeln wollen. Die Publikation soll dabei nicht nur als Lektüre dienen, die die Grundlagen zu den drei Religionen wiedergibt, sondern sie gibt praktische Methoden und Tipps und Tricks an die Hand, mit denen die Glaubensorte im persönlichen Kontakt, wie zum Beispiel in Form einer Stadtrallye mit Erkundung der Glaubensorte, kennengelernt werden können.

Vermittlung religiöser Grundlagen

Die Vermittlung von Wissen im Unterricht ist oftmals eine recht trockene Angelegenheit. Genau hier setzt die Publikation an, die reich bebildert und durch ansprechende Grafiken die drei Religionen und ihre Glaubensorte beschreibt. Darüber hinaus bietet sie zahlreiche Lehrmaterialien, Tipps und Tricks aus der pädagogischen Psychologie, eine Übersicht der verschiedenen Feiertage, Stereogramme und Karten für die Stadtrallye, in der die Kinder ihre Stadt mitsamt der Glaubensorte erkunden sollen. 

Kontakt

Die aufwändig gestaltete Publikation ist nach Vorbestellung im Haus der Stadtgeschichte erhältlich.

Haus der Stadtgeschichte
Herrnstraße 61
63065 Offenbach am Main
E-Mail: haus-der-stadtgeschichteoffenbachde
Tel. (069) 80 65 – 24 46 (Hr. Nils Ahlgrimm)

Danksagung

Ohne die Öffnung der Glaubensorte für Fotoaufnahmen und die Bereiterklärung, Schülerinnen und Schülern zukünftig ebenfalls zu begrüßen, wäre „Orte des Glaubens“ nicht möglich gewesen.  Ein ganz herzlicher Dank geht daher an die Jüdische Gemeinde Offenbach, die Französisch-Reformierte Kirche, die Evangelische Stadtkirche, die Marienkirche sowie die Mevlana Moschee.