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Duftbehälter
: Duftbehälter der San, südliches Afrika, Salbengefäß der Herero, Namibia, und Butter- und Ölgefäß der Hausa (von links nach rechts). © DLM/C. Perl-Appl

Das DLM verfügt über einen umfangreichen, überaus bedeutenden Bestand an Objekten aus zahlreichen Ländern und Regionen sowie von verschiedenen ethnischen Gruppen. Einer der Schwerpunkte liegt dabei auf dem afrikanischen Kontinent. Ein Großteil der Afrika-Sammlung des DLM wird derzeit in einer seit den 1980er-Jahren bestehenden Dauerausstellung gezeigt, die seit der Einrichtung nur unwesentlich verändert wurde. Weder Ausstellungsdidaktik noch Präsentation entsprechen heutigen wissenschaftlichen und gestalterischen Museumsstandards.

Um neue Vermittlungs- und Präsentationsformen zu erproben, wird daher ein freigeräumtes Ausstellungsmodul innerhalb der Afrika-Abteilung zu einem Experimentierfeld, wobei der Veränderungsprozess sichtbar bleibt. Unter wechselnden Themen sind verschiedene Exponate aus ganz bestimmten Blickwinkeln zu entdecken.

Starten wird die Reihe mit dem Thema Gut aufbewahrt!: Das Aufbewahren von Utensilien, die man braucht und schätzt, ist Teil der täglichen Routine. Dazu gehören essentielle Dinge wie Lebensmittel oder Werkzeuge ebenso wie Gegenstände, die einem viel wert sind, wie zum Beispiel Schmuck. Behältnisse, Gefäße oder Taschen werden auch für den Transport im Alltag wie auf Reisen genutzt. Solche Aufbewahrungsgegenstände zeigt die aktuelle Präsentation: ein Rohhaut-Gefäß der Herero oder ein Beutel der Dogon aus einem Ziegenbalg. Nicht alle Objekte bestehen aus Leder oder Rohhaut, ebenso kann auch ein ungewöhnliches Material wie Schildkrötenpanzer zum Einsatz kommen. Die Vielfalt der Materialität und die Verarbeitungsweisen sowie die unterschiedlichen Funktionen der Exponate spiegeln regionale Verfügbarkeit und lokale Traditionen wider.