Sprungmarken
Suche
Suche

Am Sonntag, 30. August, hält Dr. Rudolf Oswald um 15 Uhr im Haus der Stadtgeschichte einen Vortrag zum Thema „Gewalt in konfessionellen Erziehungseinrichtungen zwischen 1900-1933“.

Vor etwa zehn Jahren wurden zahlreiche Missbrauchsfälle in Bildungseinrichtungen unter katholischer Trägerschaft publik. Seiter ist auch der Alltag in kirchlichen Erziehungsheimen der 1950er und 1960er Jahren verstärkt in den Fokus der historischen Aufarbeitung geraten. Dabei ließen erste Forschungsergebnisse die konfessionelle Anstaltspädagogik der Nachkriegszeit nicht in bestem Lichte erscheinen. Angst und Gewalt herrschte in vielen von katholischen und evangelischen Würdenträgern geführten Heimen.

Angesichts der Tragik vieler der untersuchten Fälle tritt jedoch meist in den Hintergrund, dass die Gewaltexzesse in der Frühphase der Bundesrepublik keineswegs aus dem Nichts kamen. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg, dann aber vor allem in den Jahren der Weimarer Republik, wurde in kirchlichen Einrichtungen exzessiv von einem Züchtigungsrecht Gebrauch gemacht. Die Prügelstrafe unter konfessionellen Erziehern wurde befürwortet.

Der Vortrag soll einen Überblick zu dieser Thematik liefern.

Eine Anmeldung zum Vortrag ist unter HdS-Terminplanungoffenbachde oder unter der 069-8065-2446 erforderlich.