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Die Schätze ins richtige Licht gerückt: Volontärin Monika Jäger, die Bibliothekarinnen Martina Weiß und Stephanie Ehret-Pohl und Museumsleiter Dr. Stefan Soltek mit einigen Pretiosen der Sammlung © Stadt Offenbach
Kinderbuchausstellung, naturwissenschaftliche Bücher, die „Delphine“ von Marcus Behmer, ein Buchmessenschwerpunkt Georgien, um nur ein paar Ausstellungsthemen der vergangenen Monate zu nennen. Bis zu sechs Wechselausstellungen zeigt das Klingspor Museum durchschnittlich im Jahr, hinzukommen meist noch weitere kleine Präsentationen im Dachgeschoss des Hauses. Damit, aber vor allem mit seiner umfangreichen Sammlung gilt das Haus auch international als wichtige Adresse, wenn es um Schrift- und Buchkunst geht. Auf mehr als 80.000 Bände ist diese inzwischen angewachsen, seit Karl Klingspor 1953 mit einem Konvolut von 3.000 Arbeiten den Grundstock für die Sammlung legte. Sein Hauptaugenmerk galt der zeitgenössischen Buchkunst, heute sammelt das Haus darüber hinaus auch moderne Schriftkunst, Schriftproben und seit den 1980er Jahren auch Künstlerbücher. Es gibt Arbeiten von Mirò, Dalí, Picasso und anderen bekannten Namen. Allerdings ist zwar grundsätzlich alles im Lesesaal des Hauses einsehbar, das wenigste davon jedoch in den Ausstellungsräumen des Hauses präsent. Das soll sich jetzt ändern. Wenn alle Ideen und Pläne umgesetzt sind, können Besucher dem Reichtum der Sammlung auf Augenhöhe begegnen und verstehen, dass Schriftkunst so viel mehr ist als Buchstaben auf Papier. Museumsleiter Dr. Stefan Soltek und sein Team hoffen auf das Engagement der Bürger, denn das ist sicher kein Geheimnis, auch ein renommiertes Haus wie das Klingspor Museum arbeitet mit überschaubaren Etats und knappen Ressourcen.

Tradition des Hauses zeitgenössisch umsetzen

Deshalb sind auch keine baulichen, sondern im Wesentlichen konzeptionelle Veränderungen geplant. Gemeinsam mit dem Frankfurter Tischler und Künstler Stefan Stichler und der Schriftkünstlerin und Innenarchitektin Corinna Krebber wurden Ideen entwickelt, wie der zur Verfügung stehende Raum genutzt werden kann, um die Schätze des Hauses einerseits, aber auch weiterhin spannende Wechselausstellungen anderseits präsentieren zu können. Zeitgemäß und zudem in einer möglichst interaktiven Form soll es sein. Daher ist das Herzstück des neuen Ausstellungskonzeptes das digitale Informationsterminal, mit dem das Klingspor Museum bereits auf der Buchmesse gute Erfahrungen gemacht hat. Dort noch nicht vollends ausgereift, aber eben entsprechend ausbaufähig.

Gemeinsam mit Bürgern einen anderen Resonanzkörper kreieren

Ab 2019, genauer ab 7. November, soll zusätzlich zu den Wechselausstellungen in der Ausstellungshalle der Kernbestand der Sammlung im Historischen Gebäude sichtbar gemacht werden. Denn an diesem Tag feiert das Museum 66. Geburtstag und möchte Teile der Sammlung dauerhaft zeigen. Spätestens dann dürfte Besuchern die Antwort auf die Frage „wer ist Klingspor?“ leicht fallen. Damit die Ideen bis zum Geburtstag umgesetzt werden können, bittet das Klingspor Museum schon jetzt um Geschenke in ein Form von Spenden:
Städtische Sparkasse Offenbach IBAN: DE 79 5055 0020 0000 0107 58 Swift-BIC: HELADEF1OFF Verwendungszweck: PK 98.01042.5 – Dauerausstellung Klingspor Museum
Ideen
© Stadt Offenbach
Offenbach am Main, 12.Dezember 2018