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Das Bild zeigt einen Druck einer Pflanze in Pastell-Tönen
Dominik Gussmann, AEPM. Farblithographie, Offenbach am Main Juni 2021 © Klingspor Museum
Druckhandwerk- und Kunst haben eine lange Tradition in Offenbach, von hier begann die Lithographie ihren Siegeszug um die Welt, hier legten die Gebrüder Klingspor den Grundstock für das international renommierte Klingspor Museum und erinnert die neu eingerichtete Druckwerkstatt im Haus der Stadtgeschichte an die Wichtigkeit der Verzweigung Offenbachs mit der Kultur Europas.

Auf diese Zusammenhänge wies auch Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke in seinem Redebeitrag bei der Jahrestagung der Europäischen Druckmuseen (AEPM) hin, die Ende Mai online im Klingspor Museum und Haus der Stadtgeschichte stattfand. „Drucken ist das Einprägen einer Idee“, so Schwenke, „was der Schweizer Kunsthistoriker Beat Wyss apostrophiert, findet in Offenbach seinen Niederschlag - digital genauso wie analog.“ Rückbesinnung auf Traditionen und das Vorantreiben der Digitalisierung in der Stadtverwaltung sind für ihn daher kein Widerspruch, sondern das intelligent austarierte Zusammenspiel der Kräfte. Mit nicht weniger Druck, als ihn der Reiber auf dem Litho-Stein erzeugt. „Dialog und die Profilierung der eigenen Identität stehen für Offenbach im engen Zusammengang mit seiner Druck- und Publikationsgeschichte. Mehr denn je gestalten wir heute die diversen Aspekte dieser Geschichte zu einem einheitlichen Wissens- und Erlebnisfeld.“  

Dominik Gussmann, Künstler, Drucker, Druckhistoriker und Leiter der neuen Druckwerkstatt, erinnert mit der abgebildeten Farblithographie an die Konferenz: Ein blühender Zweig am Baum der vielfältig blühenden Offenbacher Kulturlandschaft. Die Betrachtung des Druckes kann mit der Bibliothek des Klingspor Museums (Telefon 069-8065-2066) verabredet werden oder auch direkt mit D. Gussmann in der Druckwerkstatt (Telefon 069-8065-3457).

27. August 2021