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Gruppenfoto
v.l.n.r.: Dominik Gußmann, Hansjörg Koroschetz, Dr. Marschner Stiftung, Oberbürgermeister und Kulturdezernent Dr. Felix Schwenke und Prof. Dr. Gerhard Kilger, Internationale Senefelder-Stiftung an der Krause-Kniehebelpresse. © lemnitzer fotogafie
Im kommenden Jahr wäre der Erfinder der lithographischen Druckkunst, Alois Senefelder (1771-1834), 250 Jahre alt geworden und damit ein würdiger Zeitpunkt, um in Offenbach am Main, die „Druckwerkstatt im Bernardbau“ zu eröffnen. Schließlich wurde hier die neue Drucktechnik ab dem Jahr 1800 weltweit erstmals kommerziell angewandt.
Weil es in dieser Druckwerkstatt um die Themen „Lithographie“ und „Buchdruck“ geht, gehen hier die beiden Museen Haus der Stadtgeschichte und Klingspor Museum eine beinahe schon natürliche Verbindung ein. Schließlich sind Druck und Schrift eng mit Offenbach verbunden. Mit langjährigem Vorlauf ebnete im Jahr 2020 der Magistrat den politischen Weg für das in Kooperation mit der Internationalen Senefelder-Stiftung initiierte und mit finanzieller Unterstützung der Dr. Marschner-Stiftung realisierte Projekt. Aufgrund der Corona-Pandemie kann es zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Eröffnung in den ehemaligen Räumen des Bürgerbüros geben.

Oberbürgermeister und Kulturdezernent Dr. Felix Schwenke freut sich: „Technik unterliegt einem stetigen Wandel. Im Bereich der Medientechnologie haben wir durch die Digitalisierung dabei in den letzten Jahren durchaus einen epochalen Wandel erlebt, der noch andauert. Die Tradition der Kommunikationstechnik im Blick zu behalten, hilft essentiell den Wandel zu verstehen und seine Herausforderungen an die Möglichkeiten und Grenzen eines radikal vermehrten und beschleunigten Informationsaustausches zu ermessen. Hand in Hand damit geht in der Druckwerkstatt dabei auch die unmittelbare praktische Freude am physischen Vorgang des Druckens. Zudem nutzen wir mit der Druckwerkstatt das in der Geschichte der Stadt Offenbach und dank Manroland Sheetfed auch bis heute wichtige Thema Druck zur Schärfung des kulturellen Profils unserer Stadt.“

Sobald es die Corona-Pandemie zulässt, steht die Druckwerkstatt der Öffentlichkeit in einem geregelten Workshop-Betrieb zur Verfügung. Drucker Dominik Gussmann, der die Werkstatt bis zur endgültigen Besetzung der Stelle kommissarisch leiten wird, war gemeinsam mit Kuratorin Katja M. Schneider vom Haus der Stadtgeschichte maßgeblich an der Entwicklung der Werkstatt beteiligt. Die „Druckwerkstatt im Bernardbau“ soll sowohl künstlerische Belange erfüllen wie auch museumspädagogisch die Vorgänge des Druckens erläutern. Sie steht in einer Reihe von Maßnahmen, die der bemerkenswert vielfältigen Geschichte und Gegenwart des Druckens – als gesellschaftlichem Prozess – national und international vermehrt Aufmerksamkeit verschaffen. „Hochdruck kennt jedes Kind, das schon einmal mit Kartoffeln gedruckt hat. Aber wie kommt der Text in die Zeitung? Was überhaupt ist Lithographie? In unserer digitalen Zeit wollen wir hier den Prozess des Druckens und die unterschiedlichen Techniken und Verfahren praktisch erfahrbar machen“, erklärt Schneider. 

Grundlage für die Einrichtung der Werkstatt war eine Schenkung der Grafischen Werkstatt für Technik und Kunst Offenbach am Main e.V. unter deren Vorstand Klaus Kroner. Dazu kommen Dauerleihgaben mehrerer historischer Druckmaschinen der Manroland Sheetfed GmbH, zudem überließ Lithograph Werner Schautz der Stadt eine Krause-Kniehebelpresse als Schenkung.

Die Stadt Offenbach am Main möchte allen, auch den an dieser Stelle nicht namentlich genannten, für ihr Mitwirken an diesem wichtigen Projekt danken. Insbesondere der Vorstand und der wissenschaftliche Beirat der Internationalen Senefelder-Stiftung haben sich mit Rat und Tat eingebracht.

Einladung an die Presse:

Vertreterinnen und Vertreter der Presse sind unter Einhaltung der geltenden Coronabestimmungen nach Terminabsprache zur Besichtigung in Einzelterminen nach dem Lockdown eingeladen. Der kommissarische Werkstattleiter Dominik Gussmann, der ein Konzept für den Betrieb der Werkstatt erstellt hat, steht für Anfragen gerne zur Verfügung:

dominik.gussmannoffenbachde  069-8065 3457

Weitere Abbildungen der Werkstatt gibt es unter folgendem Link: https://ocl.offenbach.de/index.php/s/kbmPSD9wdkzWWrE, das Copyright für alle Bilder liegt bei Thomas Lemnitzer

Bildinformation:

v.l.n.r.: Dominik Gußmann, Hansjörg Koroschetz, Dr. Marschner Stiftung, Oberbürgermeister und Kulturdezernent Dr. Felix Schwenke und Prof. Dr. Gerhard Kilger, Internationale Senefelder-Stiftung an der Krause-Kniehebelpresse. Foto: Thomas Lemnitzer

Impressionen aus der „Druckwerkstatt im Bernardbau“, Bilder: Thomas Lemnitzer

Impression
Einladung zum Selbsterfahren © lemnitzer fotogafie
Offenbach am Main, 16. Dezember 2020
Gruppenfoto lemnitzer fotogafie
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