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Stolpersteine
© Hans Braxmeier/ pixabay.com

Zukunft braucht Erinnerung. Rund sechs Millionen Menschen verloren im Holocaust ihr Leben, viele in den Vernichtungslagern, andere bei Zwangsarbeit, auf Todesmärschen durch Hunger und Entbehrung. Seit 1992 weist der Kölner Künstler Gunter Demnig mit seinem Projekt der Stolpersteine auf die Mitbürger und Mitbürgerinnen, die Opfer der nationalsozialistischen Rassenideologie wurden, hin. Fast 70.000 Steine erinnern in 1265 deutschen Kommunen und in 24 Staaten Europas an den Holocaust, aktuell 167 Stolpersteine gibt es auch in Offenbach.

Am kommenden Mittwoch, 23. Oktober, verlegt Demnig auf Initiative der Geschichtswerkstatt Offenbach ab 9 Uhr weitere Stolpersteine für Dr. Wolf (Poststraße 8 im Stadtteil Bieber), das Ehepaar Neuhaus (Mainländerstraße 5), die Familie Siegel (Groß-Hasenbachstr. 12) und die Familie Grünebaum (Luisenstr. 69). Die Verlegung dauert jeweils etwa 15 - 20 Minuten.

Bei der Gedenkveranstaltung um 18 Uhr im Haus der Stadtgeschichte werden die Menschen vorgestellt, an die die Stolpersteine erinnern. In kurzen Vorträgen und Bildern stellen die Mitglieder der Geschichtswerkstatt die zehn jüdischen Männer und Frauen aus Offenbach vor, die hier schikaniert und bestohlen wurden. Einigen gelang die Flucht ins Ausland, andere nahmen sich das Leben oder starben in Konzentrationslagern. Wenige konnten aus dem Lager gerettet werden. Bei der Veranstaltung werden auch Familienangehörige, unter anderem aus Großbritannien anwesend sein.

17. Oktober 2019