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Luftballons am Himmel
© Padli Pradana von Pexels

Im Zuge des Offenbacher Stadtmarketings unter Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke hat der Magistrat in seiner jüngsten Sitzung neue Zuständigkeiten für die Vergabe von Innenstadtfesten und eine Neufassung der AG Feste beschlossen. Auf Grundlage des im Frühjahr 2020 von den Stadtverordneten beschlossenen Stadtmarketingkonzeptes ist die Offenbacher Stadtmarketinggesellschaft (OSG) nun beauftragt, ab 2022 ein jährliches Festeprogramm zu erstellen.

„Das Festeprogramm ist einer von mehreren Bausteinen unseres Zukunftskonzeptes Innenstadt und ich freue mich, dass dieser Baustein, den wir schon längere Zeit konkret planen, nun auch formal in die Umsetzung gehen kann“, so Oberbürgermeister Schwenke. „Der Einzelhandel steht enorm unter Druck, vor allem aufgrund der mächtigen Online-Konkurrenz. Es ist das zentrale Ziel unseres Zukunftskonzeptes Innenstadt, dass die Menschen auch weiterhin gerne in die Innenstadt kommen. Dafür wollen wir ihnen zusätzliche und neue Gründe geben. Wir wollen mit bestehenden und neuen Attraktionen das ganze Jahr über zusätzliche Anreize für einen Besuch der Innenstadt schaffen und die Fußgängerzone dadurch wieder stärker beleben. Die Stadt wird sich dabei künftig deutlich aktiver einbringen als früher – durch eigene hochwertige Veranstaltungen und eine gezielte Akquise von neuen Festen, die geeignet sind, das Image Offenbachs und die Frequenz in der Offenbacher Innenstadt zu erhöhen. Dabei wollen wir auch lokale Akteure einbinden, die hieran Interesse haben.“

Jährliches Programm für Feste und Veranstaltungen

Mit dem Magistratsbeschluss hat die Stadt der OSG den Auftrag gegeben, auf Grundlage des Stadtmarketingkonzeptes ein jährliches Programm für Feste und Veranstaltungen in der Fußgängerzone (zwischen Berliner Straße, Marktplatz, Große Marktstraße und Kaiserstraße) aufzustellen. Die OSG ist damit ab sofort auch Ansprechpartnerin für alle, die eine größere Veranstaltung oder ein Fest innerhalb der Fußgängerzone organisieren wollen. „Kostenbewusstsein spielt in Offenbach immer eine große Rolle. Die Stadt wird nicht alle Feste selbst organisieren und finanzieren können. Wir setzen deshalb auch auf private Veranstalter und greifen auf Bewährtes zurück: Beliebte und etablierte Veranstaltungen, die wie die Offenbacher Woche, der Weihnachtsmarkt oder die Bierbörse von Dritten organisiert werden, haben einen festen Platz im Programm. Ebenso Angebote, die von anderen städtischen Organisationseinheiten ausgerichtet werden und zur Zielsetzung passen, wie das Straßentheaterfestival des Kulturamtes, das auch weiterhin stattfinden wird.“ Zusätzlich wird die OSG in Zusammenarbeit mit der Stadiongesellschaft Bieberer Berg neue Veranstaltungen im Rahmen des von der Stadt bereitgestellten Stadtmarketingbudgets organisieren. Die SBB hatte jüngst bereits das große Abschlussfest der Tombola-Aktion im Hafen als Teil des Offenbacher Konjunkturpakets für den Einzelhandel und die Gastronomie auf die Beine gestellt.

Planungen für die Innenstadtfeste hatte die OSG bereits im vergangenen Jahr aufgenommen, aufgrund der Corona-Pandemie wurden diese Planungen ebenso wie der formale Beschluss durch den Magistrat aber vorübergehend zurückgestellt. Für 2022 sind auf dem Stadthof eine Eisbahn im Januar sowie ein Beachclub im Sommer vorgesehen: „Diese beiden Veranstaltungen haben in einer Online-Befragung der Offenbacher Bürgerinnen und Bürger Anfang dieses Jahres neben vielen weiteren Ideen die größte Zustimmung gefunden. Gerne hätten wir die Eisbahn und den Beachclub bereits in diesem Jahr verwirklicht, leider hat uns Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht. Für 2022 bin ich jedoch zuversichtlich, dass beides stattfinden kann“, kündigt Schwenke an und betont: „Wir wollen als Stadt mit eigenen hochwertigen Angeboten neue Attraktionen schaffen und zusätzlich Veranstalter für die Umsetzung neuer Formate in Offenbach gewinnen. Offenbach ist für Veranstalter oft kein Premiumstandort. Deshalb können wir nicht mehr so passiv wie früher einfach alle paar Jahre Feste über das Ordnungsamt und die AG Feste ausschreiben und darauf warten, ob sich ein Veranstalter bei uns meldet. Wir müssen sie stattdessen gezielt ansprechen und für den Standort Offenbach werben.“

Gastronomen und Einzelhändler werden beteiligt

Die Zusammenarbeit und Vernetzung der Akteure des Stadtmarketings, insbesondere von OSG, Wirtschaftsförderung und Amt für Kultur- und Sportmanagement, gewährleistet, so Schwenke weiter, dass Offenbacher Kulturschaffende, Gastronomie, Einzelhandel und Wirtschaft an Veranstaltungen des Festeprogramms beteiligt werden können, wenn diese sich einbringen möchten. Die Planungen für das Festeprogramm werden der von Oberbürgermeister Schwenke eingerichteten Stadtmarketingrunde vorgestellt, die viermal im Jahr tagt. Die Stadtmarketingrunde bringt alle Akteure des Stadtmarketings an einen Tisch, um eine jährlich abgestimmte Planung der Marketingaktivitäten in Offenbach zu gewährleisten. Zusätzlich wird das Festeprogramm der AG Feste vorgestellt. Die AG Feste wird zu diesem Zweck als Gremium mit beratender Funktion fortgeführt und einmal im Jahr zusammenberufen. Die Mitglieder bestehen aus den maßgeblichen städtischen Ämtern (Ordnungsamt, Amt für Öffentlichkeitsarbeit, Wirtschaftsförderung und Amt für Kultur- und Sportmanagement) sowie je einer Vertreterin oder einem Vertreter der Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung und der Industrie- und Handelskammer Offenbach. Die Leitung der AG Feste übernimmt die oder der Aufsichtsratsvorsitzende der OSG – aktuell Oberbürgermeister Schwenke.

Die AG tagt im Regelfall einmal im Jahr zur Beratung des von der OSG vorgelegten Festeprogramms und soll dieses auf die Zielsetzungen des Zukunftskonzepts, vor allem mit Blick auf die Stärkung und Belebung der Innenstadt, überprüfen. Die Leitung der AG Feste lag bislang beim Ordnungsamt, das weiterhin für die erforderliche Genehmigung von Veranstaltungen in der Fußgängerzone zuständig bleibt und deshalb ebenso wie die städtische Wirtschaftsförderung mit ihrem Citymanagement bei der Aufstellung des Festeprogramms für die Innenstadt eng eingebunden wird.

21. Oktober 2021