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Szenenbilder aus der „Feuerzangenbowle
© G2 Baraniak
Schulfilme waren schon immer eine Garantie für die großen Lacher. Heute ist es „Fack ju Göhte“, „Die Lümmel von der ersten Bank“ waren es in den 1960er Jahren; vor 70 Jahren „Die Feuerzangenbowle“. Der Film mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle ist zum Klassiker geworden, als Vorlage diente der gleichnamige Roman von Heinrich Spoerl. Als Bühnenfassung ist das Kultstück am 10. Dezember im Capitol Theater zu genießen: das finale Stück der Reihe Theateressenz Offenbach in diesem Jahr.

Axel Schneider, Intendant des Altonaer Theaters, befasste sich mit dem komödiantischen Pennäler-Stoff und setzte ihn an seinem Theater als Regisseur in Szene.  Zur Jubiläums-Wiederaufnahme tourt das Hamburger Theater mit Halt in Offenbach. Husemann und Rosen, Ackermann und Melworm und natürlich Hans Pfeiffer (Tommaso Cacciapuoti) werden mit ihren verschrobenen Paukern viel Schabernack treiben – sehr zum Amüsement des Theateressenz-Publikums.

Die Feuerzangenbowle ist eine richtige Lausbubenkomödie.  „Das Schönste im Leben", resümiert die  Herrenrunde in diesem Theaterstück, "war die  Gymnasiastenzeit". Doch der junge Schriftsteller Dr. Pfeiffer hatte Privatunterricht, war nie auf dem Pennal, kennt weder Pauker noch die Streiche, die man ihnen spielt, er ist "überhaupt kein Mensch, sozusagen". Eine Schnapsidee: Die gute alte Zeit soll auferstehen, und man holt das Versäumte nach. Als "Pfeiffer mit drei f" wird er in der Oberprima von Babenberg "Schöler" von Professor Crey, lernt beim Bömmel, was es mit der "Dampfmaschin´" auf sich hat und ersinnt mit seinen pubertierenden Schulkameraden Unfug aller Art, den Lehrkörper zu foppen. Doch bald hegt er auch ernstere Absichten, denn für die reizende Tochter des gestrengen Herrn Direktors entflammen in ihm recht erwachsene Gefühle. „Die Feuerzangenbowle“  ist ein Familienstück, das eben ganz lehrreich die Lachmuskeln fordert. Selbstverständlich hat die Theateressenz Offenbach auch ein tolles Angebot für „Schölerinnen und Schöler“: Ermäßigte Karten kosten für Schüler und Studenten 10 Euro, im Klassenverbund sogar nur 6 Euro. Einlass ist um 19.30 Uhr. Karten gibt es im OF InfoCenter, im Internet unter www.frankfurtticket.de und an allen bekannten Vorverkaufsstellen ab 20 Euro. 

23. November 2018