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Montags ist Theatertag. Zumindest sechsmal im Jahr im Capitol Theater Offenbach: Seit es 2009 „Das Theater kommt zurück“ hieß, kommen Theaterfreunde bei den Gastspielen renommierter Bühnen auf ihre Kosten. Denn die Theateressenz bietet, wie der Name schon sagt, eine hochwertige Auswahl aus dem aktuellen Repertoires der deutschen Stadt- und Landestheater. Im Oktober startet die neue Spielzeit, für das Jubiläumsprogramm hat Kulturmanagerin Sabine-Lydia Schmidt vom Amt für Sport und Kulturmanagement, einige besondere Bonbons einfallen lassen.
Gruppenbild
Dr. Ralph Philipp Ziegler und Sabine-Lydia Schmidt vom Amt für Kultur- und Sportmanagement mit Beate Zekorn-von Bebenburg, Leiterin des Frankfurter Struwwelpeter Museums © Stadt Offenbach

„Let the Show begin” – mit einer zusätzlichen Meisterklasse und Kooperationspartnern

Mit Konfettiregen und einem programmatischen „Let the Show begin“ startet die neue Saison mit fulminanten Inszenierungen von Drama bis Musical aus der vitalen und anregenden bundesdeutschen Theaterszene. Mehr noch: Denn neben einer zusätzlichen Meisterklasse-Inszenierung bei gleichbleibenden Preisen für das Theater-Abonnement geben sich prominente Darsteller wie beispielsweise Schauspieler Helmut Zierl und GZSZ-Star Wolfgang Bahro als Charlie Chaplin, Brigitte Grothum, und auch das Münchener a.gon Theater mit einer Aufführung des Kinohits „Monsieur Claude und seine Töchter“ in Offenbach die Ehre.  In diesem Sinne: 3 x Hoch!

Neu ist die Kooperation mit einem Frankfurter Museum, passend zum Struwwelpeter-Musical „Shockheaded Peter“ am 14. Oktober spricht Beate Zekorn-von-Bebenburg, Leiterin des Struwwelpeter Museums, vor dem Stück über Hoffmanns Erzählungen und gewährt einen faszinierenden historischen Einblick in die Welt von Suppenkasper und Zappel-Philipp. Als kleines Extra erhalten alle Abonnentinnen und Abonnenten der TheaterEssenz freien Eintritt im neu eröffneten Museum in Frankfurts neuer Altstadt.  

Im Dezember wird gemixt, und zwar das Beste aus Schauspiel- und Filmklassiker: Passend zu „Ein gewisser Charles Spencer Chaplin“ zeigt die Filmreihe „ Stummfilm & Ton“ des Amts für Kulturmanagement einen Chaplin Film, der unter Kennern als echter Tipp gilt: „Gewehr über“ von 1918. Vertont wird dieser in den Parkside Studios mit moderner, elektroakustischer Instrumentierung. Hier können sich Abonnentinnen und Abonnenten über eine Ermäßigung von 50 Prozent freuen.

Das volle Programm

Am 14. Oktober wird die Spielzeit mit dem Crossover-Musical „Shockheaded Peter“ in einer Inszenierung des Rheinischen Landestheaters Neuss eröffnet. Keine geringere als die Kultband „The Tiger Lillies“ schuf gemeinsam mit den Theatermachern Phelim McDermott und Julian Crouch eine Kinderbuch-Oper für Erwachsene, gruseliger als die Adams Family, bizarrer als Beetlejuice. Zirkus, Varieté, Musik, Horrormärchen und bitterböser britischer Humor verbinden sich in den Figuren des zündelnden Paulinchens und eben dem struwweligen Peter zu einer höchst effektvollen Mischung.  Wer mehr über die süßen Monster erfahren möchte, besucht den Einführungsvortrag von Beate Zekorn-von Bebenburg, Leiterin des Struwwelpeter Museums, um 18:45 Uhr im Capitol.

Am 11. November kommt Max Frischs berühmte Parabel „Andorra“ auf der Bühne der ehemaligen Synagoge Offenbachs.  Es ist ein Lehrstück über Vorurteile und die Frage nach Schuld, das zeitlos und wie kaum ein anderes Stück Judenverfolgung und Holocaust in der Naschkriegszeit thematisiert. Die Inszenierung des Landestheater Detmold zeigt,  das Nachwirken der 60er Jahre, denn Angst und Ungewissheit sind nicht weniger geworden und bedrohen auch heute Gesellschaft und Europa.

Im Dezember dann ist „Ein gewisser Charles Spencer Chaplin“ im Doppelpack zu sehen: In der Bühnenfassung schlüpft Wolfgang Bahro, auch bekannt als der TV-Fiesling Dr. Gerner in „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“ in die Rolle Chaplins. Bahro glänzt Stöckchen schwingend an der Seite von Brigitte Grothum und schafft einen Helden an der Weltspitze zum Anfassen. Sein Chaplin weiß, wie er sein Publikum zu Jubelstürmen hinreißt und seine Medienpräsenz für politische Zwecke einsetzen kann, ebenso wie der private Charles, der mit Schicksalsschlägen umzugehen hat.

Passend dazu zeigt die Filmreihe „ Stummfilm & Ton“ des Amts für Kulturmanagement „Gewehr über“ von 1918 in einer elektroakustischen Vertonung.

Das neue Jahr startet mit einer Meisterklasse: Am 10. Februar 2020 spielt das renommierte Euro-Studio Landgraf Arthur Millers preisgekröntes Stück „Tod eines Handlungsreisenden“, eine Produktion der Schauspielbühnen und dem Alten Schauspielhaus Stuttgart. In der Hauptrolle überzeugt der Fernseh- und Kinoschauspieler Helmut Zierl, der den meisten aus dem „Tatort“, diversen Spielfilmproduktionen sowie als Synchronstimme von Jeff Goldblum bekannt sein dürfte.

Dem Drama Millers schließt sich im März eine meisterhafte Inszenierung des a.gon Theaters an, das mit einem 15-köpfigen Ensemble mit Schauspielerinnen und Schauspielern aus Kamerun, Frankreich, der Elfenbeinküste, Österreich und Deutschland nach Offenbach kommt. „Monsieur Claude und seine Töchter“ ist nominiert für den Inthega Theaterpreis, Regie   Stefan Zimmermann und Bühnenbild von Prof. Thomas Pekny, ist eine rasante Familienstory.

Am 30. März müssen die Gäste der Theateressenz mitentscheiden, „Urteile DU“ heißt es auf dem Plakat des Borchert Theater aus Münster. Ferdinand von Schirachs Stück „Terror“ macht das Captiol zum Gerichtssaal, in dem die Frage nach der Verhältnismäßigkeit des Lebens verhandelt wird.  Freiheit oder Sicherheit?  Weltweit fallen die Ergebnisse unterschiedlich aus, Schirachs Stück polarisiert und bewegt. Ein klarer (Gerichts-)Fall für die Essenz.

Freiwillig Nachsitzen

Traditionell sind Stücke aus den Lehr- und /oder Prüfungsplänen der Schulen ein fester Bestandteil der Theateressenz. Auch in der kommenden Saison wird die Zusammenarbeit mit den Offenbacher Schulen fortgeführt und sind im Laufe der Spielzeit zahlreiche Aktionen geplant.  Interessierte Schulklassen können auf Wunsch freiwillig nachsitzen und haben die Möglichkeiten mit Schauspielern oder Dramaturgen an Schulen ins Gespräch zu kommen.

Termine

  • Montag, 14.10.2019

Shockheaded Peter – Musiktheater nach „Der Struwwelpeter“

  • Montag, 11.11.2019

Andorra

  • Montag, 16.12.2019 / Meisterklasse

Ein gewisser Charles Spencer Chaplin

  • Montag, 10.02.2020 / Meisterklasse

Tod eines Handlungsreisenden

  • Montag, 02.03.2020 / Meisterklasse

Monsieur Claude und seine Töchter

  • Montag, 30.03.2020

Terror

Kartenvorverkauf

Der Abonnementverkauf startet ab sofort im OF Infocenter, Salzgässchen 1, 069 840004170. Der reguläre Kartenvorkauf beginnt am 8. Juli. Karten sind ab 20 Euro erhältlich, Abonnements kosten ab 56 Euro. An- und Abreise mit dem RMV ist in allen Preiskategorien inklusive.

Offenbach am Main, 7. Juni 2019