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Buchcover
© Penguin Verlag

In ihrem symphonisch komponierten Roman über Gefangenschaft und den Verlust aller Sicherheiten nimmt die 1967 in Istanbul geborene Autorin Aslı Erdoğan ihre eigene Gefängniserfahrung vorweg. "Was hatte ich hier zu suchen? Was war übrig von einem Ich?", fragt einer der Protagonisten. Ein anderer wird freigelassen, doch was in der Haft geschehen ist, bleibt unsagbar, und er verfällt allmählich dem Wahnsinn. Die Autorin folgt mit ihrer poetischen dunklen Sprache den tiefen Narben, die eine Begegnung mit dem "Haus aus Stein" hinterlässt. Ihren in der Türkei bereits 2009 erschienenen Roman ergänzt sie durch einen eigens für diese Ausgabe verfassten Essay über die Monate, die sie 2016 nach dem gescheiterten Militärputsch willkürlich im Frauengefängnis Bakırköy-Istanbul inhaftiert war. In diesem Jahr ist ihr Roman auf Deutsch erschienen.

Samstag, 19. Oktober 2019
19 Uhr