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Marc Aschenbrenners Installation auf dem Vorplatz des DLM Deutsches Ledermuseum © Jessica Schäfer

Marc Aschenbrenner (*1971 Linz) studierte von 1991–1994 Malerei und 1994–1999 audiovisuelle Gestaltung mit Schwerpunkt Video an der Kunstuniversität in Linz. Er war mit Gruppenausstellungen und Performances unter anderem im ICA London, Kunsthalle Wien, Kunstverein Hamburg, Frankfurter Kunstverein und in den Museen für Gegenwartskunst in Dallas, Annemasse, Peking, Rio de Janeiro und auf diversen Performance Festivals.
Marc Aschenbrenner lebt und arbeitet in Berlin.

http://www.gintersdorferklassen.org/personen/marc_aschenbrenner/

Stipendien:
2009 Arbeitsstipendium Stiftung Kulturfonds, Bonn

English Version

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Marc Aschenbrenners Installation auf dem Vorplatz des DLM Deutsches Ledermuseum © Jessica Schäfer

Marc Aschenbrenner studied painting and audiovisual design with a focus on video at the The University of Art and Design Linz (Kunstuniversität Linz). Among others, he participated in group shows and performances at ICA London, Kunsthalle Wien, Kunstverein Hamburg, Frankfurter Kunstverein and in the Museum of Contemporary Arts in Dallas, Annemasse, Peking, Rio de Janeiro and several Performancefestivals.
Marc Aschenbrenner lives and works in Berlin.

http://www.gintersdorferklassen.org

Grants:
2009 Arbeitsstipendium Stiftung Kulturfonds, Bonn

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© Jessica Schäfer
Was braucht es zum Leben? Namentlich vom Platz des 8. Mai 1945 inspiriert– dem Tag der Befreiung vom Naziregime – reflektiert Marc Aschenbrenner mit seiner Installation die Minimalanforderungen, die ein Menschenleben braucht. Eingebettet in ein gitterartiges Netz aus Gurten spannt er farbiges Tuch. Die textilen Elemente verbinden sich in Teilen zu einer geometrisch-homogenen Fläche, während sie an anderen Stellen durch das Raster gefallen zu sein scheinen. Aschenbrenner knüpft an den durch Krieg bedingten Verlust des Obdachs an, was vor dem Hintergrund der Flüchtlingswelle eine neue Aktualität erfährt. Die Installation versinnbildlicht die Sensibilität und Fragilität des sozialen Zusammenlebens, das sich schnell von einer stabilen Situation in deren Gegenteil wandeln kann. Zwischen Aufbau und Auflösung navigiert sich der Künstler in einer Performance durch das Raster, bei der er sich körperlich durch die Quader der Gurte windet, die in ihrer Struktur gleichermaßen einen Halt sowie eine Lücke bilden. Die vom Künstler hergestellte Ganzkörperkleidung gibt durch kleine Löcher die zuvor eingefüllte Farbe ab. Sein Körper hinterlässt farbige Spuren als sichtbares Fragment des Verlorenen.