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Figur und Tafelbild

Mich interessieren Motive, die im Kopf des Betrachters/der Betrachterin eigene Geschichten auslösen. Anlass dazu sind oft diffuse Gedanken, die mich eine Weile begleiten und sich im Lauf der Zeit zu Motivideen entwickeln. Die eigentlichen Bildmotive entstehen dann anhand von Fotografien und Videos, die ich zum größten Teil selbst inszeniere. Durch die Wahl des Ausschnitts, den Einsatz von Leere oder Bildauflösungen schaffe ich Irritationen. Das Bild wird automatisch ergänzt und fordert den Betrachter/die Betrachterin auf, eigene Geschichten und Assoziationen zu entwickeln. 

Die Verwendung von Eitempera und das Malen in vielen Farbschichten gibt mir die Möglichkeit, durch feine Farbnuancen Stimmungen spürbar zu machen, die meine Motivideen unterstützen. 

Mit Vorliebe setze ich mich mit Themen auseinander, die schwer greifbar sind und die ich erst durch mich hindurch gehen lassen muss.

Malerisch bin ich immer wieder fasziniert von Lichtsituationen und davon, wie kleinste Farbnuancen eine Stimmung im Bild verändern kann. Gerne beschäftige ich mich mit Materialitäten, insbesondere mit solchen, die schnell ihre Gestalt verändern: Wasser in Bewegung; Bettzeug, das sich entweder durch Aufschütteln oder einen anderen Lichteinfall verändern kann; aktuelle gerade Wolken.

Während des Malens beschäftigt immer wieder die Frage, was Realität eigentlich ausmacht.

In den letzten Jahren habe ich oft Zyklen erarbeitet. So entstanden seit 1996 Serien zum Thema Traum/Schlaf/Tod, Nichtstun, Im See, Karussell und Heimat, jedoch immer begleitet von Einzelwerken.

Portrait
© Anja Hantelmann
Zeichnung
© Anja Hantelmann