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© Matthias Block

Mein Main

Richtig sieht man seine Umgebung erst, wenn sie ihre Vertrautheit verliert. Wenn man gezwungen ist, sie neu wahrzunehmen. Das wollen die temporären Großinstallationen von Matthias Block erreichen. Für einige Tage zwingen Sie den Betrachter, neu und genauer hinzusehen. Seine Arbeiten bewegen sich stets an der Schnittstelle von Vertrautem und Fremdem, weichen die Kategorien unserer Wahrnehmung auf und integrieren ein irritierendes Moment in unsere Alltagserfahrung. Darum sind die Materialien, die er für seine Installationen verwendet, häufig selbst dem Alltag entnommen. Sonst achtlos übersehene, im Grunde wertlose Dinge werden zum Material seiner Konstruktionen und erscheinen am vermeintlich bekannten Ort in einem unerwarteten, oft verblüffenden Zusammenhang.

Die Offenbacher Alltagserfahrung, der seine neue Großinstallation gewidmet ist, heißt Fluss. Treibgut, aus dem Main geborgen, dient ihm als Konstruktionsmaterial für seine Installation am Restaurantschiff Backschaft. „Meine Projekte leben von ihrem lokalen Bezug, von der temporären Wechselwirkung mit ihrem Ort“, sagt Matthias Block. „Darum liegt mir auch viel daran, die Reaktionen der Betrachter zu erleben und mich mit ihnen auszutauschen.“

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Portrait
© Matthias Block