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Minimale Klänge und polyrhythmische, hypnotische Sounds in einem Technoclub sind erstmal nichts Ungewöhnliches. Interpretiert von einem Streichquartett jedoch schon. Im einmaligen Konzertprojekt spielt das Isenburg Quartett aus Mitgliedern des Ensemble Modern im 'Robert Johnson' amerikanische Minimalisten.

Am Samstag, 26. Januar um 22 Uhr beginnt die Gemeinschaftsveranstaltung der Reihe ‚Isenburg Quartett in Offenbach‘ des städtischen Kulturmanagements und der Reihe ‚Robert Johnson Theorie‘ eben dort im Robert Johnson, Nordring 131.

Aspekte des amerikanischen Minimalismus

Das Quartett präsentiert an diesem Abend verschiedene Aspekte des amerikanischen Minimalismus. Dem klangstarken und motorischen Gestus des „Tripel Quartet“ und „WTC 9/11“ von Steve Reich wird das stille minimalistische „Structures“ von Morton Feldman gegenübergestellt. Man erfährt Repetitionen und Pausen, den Lärm der Katastrophe und die Stille als Träger der musikalischen Struktur.

In Textbeiträgen und Einspielungen werden die Stücke historisch und musikalisch eingeordnet, die strukturellen Eigenschaften der Minimal Music erläutert und die Komponisten mit ihren Werkansätzen vorgestellt.

Streichersolisten internationaler Klasse

Das Isenburg Quartett besteht aus sämtlich Streichersolisten internationaler Klasse, mit Jagdish Mistry, Diego Ramos Rodriguez, Megumi Kasakawa und Michael M. Kasper – allesamt Mitglieder des Ensemble Modern und dessen internationaler Akademie. Gegründet in Offenbach, benannte sich das Quartett nach der langjährigen Stadtherrschaft und den Auftraggebern für den Bau des Renaissanceschlosses, dem Fürstenhaus Isenburg.

Erster Geiger Jagdish Mistry beispielsweise studierte bei keinem Geringeren als Lord Jehudi Menuhin. Die Musikerin und die Musiker konzertieren weltweit auf international etablierten Bühnen – doch in ihrer Heimatstadt Offenbach findet man sie ganz bewusst nur an den ungewöhnlichsten Orten: Ein Streichquartett zwischen Hinterhof und Palais – ob im Sitzungssaal der Sparkasse, auf einem Hausdach oder in einer ehemaligen Schuhfabrik.

Karten gibt es im Vorverkauf für 16 Euro (9 Euro ermäßigt) im OF-Infocenter, Salzgässchen 1, Tel. 069 840004 170 und an der Abendkasse.

Offenbach am Main, 11.01.2019