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Neujahrskonzert Capitol Symphonie Orchester mit Büste Jacques Offenbach
© Eda Termucin
Selfie-knipsende Gäste vor einer illuminierten Jacques-Offenbach-Büste, Inszenierungen mit Volksschauspieler Michael Quast oder ein elektronisch wummerndes Theremin im Capitol Theater: So abwechslungsreich wie die Kompositionen des wohl berühmtesten Enkelsohns der Stadt Offenbach, Jacques Offenbach, waren auch die Veranstaltungen anlässlich seines 200. Geburtstags. Mit einem dreimonatigen Festival von September bis November feierte die Stadt mit Unterstützung des Kulturfonds Frankfurt RheinMain den Künstler in Operetten, Lesungen, Opern und Konzerten an verschiedenen Orten Offenbachs.

„Wir haben unseren wohl berühmtesten Enkelsohn gebührend – und natürlich immer sehr offenbachesk – gefeiert. Wir wollten diesem einzigartigen und facettenreichen Musiker ein ganzes Festival widmen, das seine musikalische wie persönliche Bandbreite und abbildet. Die Reaktionen des Publikums zeigen uns, dass und das gelungen ist“, resümiert Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke. Zufrieden äußert sich auch Dr. Ralph Philipp Ziegler, Leiter des Amts für Kultur- und Sportmanagement: „Das 200-jährige Jubiläum war uns ein wahres Fest. Und wir hoffen natürlich, dass sich die Offenbacherinnen und Offenbacher noch lange an das Festival und vor allem den berühmten Enkel erinnern werden.“

In Konzerten, Lesungen, Theater, aber auch Vorträgen sowie Opern, Operetten und sogar einem kleinen Stummfilm wurde das Leben und Wirken Offenbachs wieder lebendig. Bei der Programmgestaltung hatten die Verantwortlichen ganz bewusst auf die berühmten Klassiker verzichtet und feierten statt dessen Offenbach typisches, eben Humor, Kreativität und viel Musik. Das kam ebenso wie die eigens angefertigte Replik des Komponisten gut bei Publikum, Besuchern und Musikliebhabern an.

Die von zwei Absolventen der Hochschule für Gestaltung nach dem Original auf dem Pariser Friedhof Montmartre angefertigte 3D-Büste des Komponisten begleitete das gesamte Programm. „Jacques OF-200“ wurde schnell zum Lieblingsmotiv der Besucher. Ein Trailer zeigt die Entstehung der Büste, natürlich begleitet von Musik von Jacques Offenbach und ist nach wie vor online zu sehen: www.offenbach.de/jacques200.

Geblieben ist auch le „Petit Jacques“, eine limitierte Kleinserie von insgesamt zwölf in 3D-gedruckten ca. 33 cm großen Jacques Offenbach Büsten auf gebeiztem Massviholzsockel. Sie wurde, wie der große Bruder auch, von dem Offenbacher Produktdesigner Mervyn Bienek gestaltet und hergestellt. Den ersten „Petit Jacques“ erhielt die Familie Comte-Offenbach zum Dank für ihre Einwilligung, die Grabesbüste von Jacques Offenbach zu reproduzieren, die verbliebenen elf sind zum Preis von 350 Euro pro Stück auf Anfrage beim Kulturamt erhältlich. 50 Euro des Kaufpreises kommen dem erst kürzlich gegründeten Verein „Freunde des Offenbacher Capitol Theaters e.V.“ zugute.

Das Jubiläumsjahr ist zwar offiziell vorbei, eine Fortsetzung des Festivals ist aber schon in Planung. So soll es eine Wanderausstellung und ein musikalisches Familienalbum geben, die Termine und Orte werden rechtzeitig bekannt gegeben.

19. Dezember 2019