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Lesende
© Innovationswerkstatt
"Eine Therapie gegen die Entphantasierung der Gesellschaft" nennt Initiator Sebastian Mettler sein Projekt: Vom 11. bis 14. Oktober wird der Aliceplatz mit über 3.000 Büchern zum Lesewohnzimmer mit über 100 Möglichkeiten, es sich gemütlich zu machen. Die österreichische Innovationswerkstatt bringt Sessel, Stühle, Hängematten und natürlich Bücher aller Genres und für alle Altersklassen aus Salzburg mit, die Stadtbücherei hat an allen Tagen Lesungen mit lokalen Autoren organisiert. Bibliophiles Highlight dürfte die Lesung mit Svealena Kutschke am 11. Oktober sein. Die Kulturwissenschaftlerin erhielt bereits verschiedene Auszeichnungen und liest aus ihrem Roman „Stadt aus Rauch“, dem Epos einer Familie, auf die die Wirren des 20. Jahrhunderts ihre langen Schatten werfen.

Offenbacher Autoren am Readers Corner

Drumherum hat Nicole Köster, Leiterin der Stadtbibliothek, ein abwechslungsreiches Programm mit Lesungen lokaler Autoren am „Readers Corner“ organisiert. Viel Lokalprominenz gibt sich dort an vier Tagen für jeweils 20 Minuten die Ehre, neben dem Autorenpaar Susanne Reininger und Uwe Kauss lesen unter anderem Silke Scheuermann, Safiye Can und Shams Ul Haq aus ihren Werken. Außerdem konnte Köster die Morgenstimme von FFH, Evren Gezer, und die Leiterin des Ledermuseums, Dr. Inez Florschütz, zum Lesen gewinnen.
Kultur & Tourismus

StadtLesen: Treffpunkt Readers Corner

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„Uns war es wichtig, die Offenbacher Autoren unbedingt miteinzubinden“, erläutert der für die Gesamtorganisation verantwortliche Jürgen Weil, persönlicher Referent im Dezernat Bildung und lobt die inhaltliche Vielfalt des Gesamtprogramms. Denn von Krimi, Märchen, Satire, Dokumentation bis hin zum Kochbuch ist alles vertreten. Und wer beim Lesen Lust auf mehr bekommen hat, kann sich am Büchertisch direkt mit einem eigenen Exemplar und an der Kaffeestation mit einem Getränk versorgen und gemütlich direkt weiterschmökern.

Bücher verleihen Flügel

Das gilt natürlich nicht nur für den „Readers Corner“, auch bei den 3.000 Büchern sollte sich für jeden das passende Buch finden. Dass die österreichische Innovationswerkstatt in diesem Jahr auch Offenbach als eine von 25 bundesdeutschen Stationen besucht, ist übrigens auch dem Deutschen Wetterdienst zu verdanken. Denn dort riefen die Veranstalter an, um sich nach Vorhersagemöglichkeiten zu erkundigen. Pressesprecher Gerhard Lux pries Unwetterapp und Offenbach gleichermaßen, entdeckte Lücken im Reiseplan des Stadtlesens und spätestens nach einem gemeinsamen Ortstermin mit Mettler war der Standort klar: Der Offenbacher Aliceplatz wird für vier Tage zum Wohnzimmer und wenn es das Wetter erfordert, gibt es ein Ausweichquartier im Kunstverein im KOMM. Von einer mehr als glücklichen Fügung sprechen daher alle Beteiligten. Nicht nur Bildungsdezernent Paul-Gerhard Weiß freut es, dass das Projekt StadtLesen parallel zur Frankfurter Buchmesse in Offenbach halt macht: „Lesen ist die schönste Freizeitbeschäftigung der Welt, Bücher verleihen Flügel. Wir entfliehen aus dem Alltag und reisen in die Welt der Phantasie. Mehr noch: Lesen erhöht die Konzentration, fördert die Kreativität und erweitert den Horizont.“