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Hüpfende Senioren
© shutterstock.com

Bewegung im Alltag ist unerlässlich, um gesund zu bleiben, Lebensqualität im Alter zu bewahren und das Risiko chronischer Erkrankungen zu minimieren. Aus diesem Grund möchten die Verantwortlichen der Stadt Offenbach in Kooperation mit der HAGE - Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. eine bewegungsfördernde Infrastruktur für ältere Menschen schaffen.

Das Modellprojekt „Auf- und Ausbau bewegungsfördernder Strukturen für ältere Menschen in der Lebenswelt Kommune“ wird das Angebot von Alltagsbewegung erweitern und und sie ausbauen.  „In dem Projekt geht es nicht um das Ziel täglich Sport zu treiben, sondern um Alltagsbewegung und gleichzeitig um die Förderung sozialer Kontakte. Wir freuen uns mit der HAGE e.V. einen kompetenten Partner für die Durchführung des Projektes an der Seite zu haben“, äußert Sozialdezernentin Sabine Groß, „die Weiterentwicklung gesundheitsförderlicher Strukturen für ältere Menschen soll in allen Lebensbereichen umgesetzt werden. Bewegung in jeglicher Form ist zentral für den Erhalt der Gesundheit und des Wohlbefindens und kann frühzeitig Pflegebedürftigkeit und Demenzerkrankungen verhindern.“

Dr. Katharina Böhm, Geschäftsführerin der HAGE e.V. ergänzt: „Bewegung im Alltag ist immer noch eine stark unterschätzte Ressource für Gesundheit und Lebensqualität bis ins hohe Alter. Hier setzen wir mit der Stadt Offenbach am Main an. Neben der Sensibilisierung der Zielgruppe möchten wir gemeinsam Möglichkeiten erarbeiten, das Lebensumfeld der Seniorinnen und Senioren bewegungsfördernder zu gestalten“.

Die Seniorinnen und Senioren werden über verschiedene Methoden an dem Projekt beteiligt. Ein Fragebogen zur Umgebung des Wohnortes und der Alltags-Aktivität sowie ein „Alltags-Fitness-Test“, entwickelt vom Gerontologen Dr. Christoph Rott, sollen Aufschluss über die Bedarfe und Bedürfnisse der älteren Bürgerinnen und Bürger in der Stadt Offenbach geben. Sabine Groß freut sich „wenn sich viele Seniorinnen und Senioren am Projekt beteiligen und Spaß daran haben, Bewegung in ihren Alltag zu bringen“.

Außerdem wird eine Befragung der Sportvereine, Gemeinden und freien Träger durchgeführt und analysiert welche bewegungsfördernden Angebote für ältere Menschen bereits bestehen. Gemeinsam mit der HAGE e.V. und einer ausgewählten Steuerungsgruppe werden Maßnahmen zur Entwicklung einer bewegungsfördernden Infrastruktur erarbeitet und im Laufe des Projektes umgesetzt. Die Koordinierungsstelle offene Seniorenarbeit ist in das Projekt eingebunden und gewährleistet eine kontinuierliche, intensive Begleitung der neu entwickelten Bewegungsangebote sowie die Erhaltung etablierter Vernetzungsstrukturen.

„Als Landesvereinigung für Gesundheitsförderung freuen wir uns, ein innovatives Modellprojekt in Partnerschaft mit der Stadt Offenbach am Main umzusetzen. Neben der Entwicklung von Bewegungsangeboten für diese Zielgruppe nimmt das Projekt vor allem auch ihr Lebensumfeld in den Blick und versucht die bewegungsfördernde Gestaltung im Stadtgebiet auszubauen“, fasst Dr. Katharina Böhm, Geschäftsführerin der HAGE e.V. zusammen.

Hintergrund:

Am 1. September 2020 hat das Modellprojekt „Auf- und Ausbau bewegungsfördernder Strukturen für ältere Menschen in der Lebenswelt Kommune“ begonnen. Die Stärkung von Alltagsbewegung in allen Lebensbereichen steht dabei im Vordergrund des Konzepts, das im Rahmen des Projektes „Älter werden in Balance“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) eingebettet ist und finanziell gefördert wird. Angesiedelt ist das Projekt in der Kommunalen Altenplanung der Stadt Offenbach in Kooperation mit der HAGE - Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. Die HAGE e.V. begleitet die Projektverantwortlichen in dem gesamten Prozess von der Ist-Analyse über die Maßnahmenentwicklung bis zur Umsetzung, Evaluation und Weiterentwicklung.

2. Oktober 2020