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Für die Planung und den Ausbau von bedarfsgerechten Angeboten zur Bewegungsförderung wurde eine Erhebung zu den bestehenden Bewegungsangeboten für ältere Menschen in Offenbach innerhalb des Modellprojektes „Bewegt älter werden in Offenbach“ durchgeführt, das bei der kommunalen Altenplanung angesiedelt ist.

Dabei wurden Gemeinden, freie Träger, Seniorentreffs, Sportvereine, Fitnessstudios und viele weitere Einrichtungen befragt, welche Bewegungsangebote derzeit für ältere Menschen angeboten werden. Die Erhebung gibt einen Überblick über die bestehenden Angebote in der Stadt. So wird ersichtlich, wo noch ein Ausbaubedarf liegt. Das Ziel ist es, über dem ganzen Stadtgebiet verteilt niedrigschwellige Angebote zur Bewegungsförderung für ältere Menschen zu ermöglichen.

Anfang dieses Jahres hat eine Befragung zum Bestand an bewegungsfördernden Angeboten stattgefunden. Insgesamt haben sich 41 Einrichtungen beteiligt. 78 Prozent der Einrichtungen, die den Fragebogen ausgefüllt haben, bieten aktuell Bewegungskurse speziell für ältere Menschen an. Am häufigsten im Bereich Gymnastik, Tanz und Yoga. Da die Erreichbarkeit für die Bürgerinnen und Bürger bei der Teilnahme solcher Kurse eine bedeutende Rolle spielt, wurden die Ergebnisse separat nach Postleitzahl-Gebieten betrachtet. Bezeichnet werden diese als Südwesten, Tempelsee, Bieber, Westliche und Östliche Innenstadt sowie der Nordosten der Stadt. In mindestens fünf der sechs Stadtgebiete werden Gymnastik, Yoga (inkl. Pilates, Meditation) und Tanz sowie Zumba und Bewegungstreffs (Walking, Spaziertreff, Bewegungsparcours) angeboten. Darüber hinaus wurden weitere Angebote genannt, die vereinzelt in manchen Stadtteilen zu finden sind: Wassersport (am Main, Schwimmbad angebunden), Boule (Tempelsee, östl. Innenstadt), Wii-Sports (Südwesten, Tempelsee), Darts (Tempelsee), Tischtennis (Tempelsee), Ball- und Rehasport (Bieber bzw. westliche Innenstadt) aber auch Spinning (Nordosten), Jumping (Nordosten), Functional Training (westliche Innenstadt) und Gerätetraining (westliche und östliche Innenstadt). Dabei wurde bei der Betrachtung der Anzahl an Angeboten ersichtlich, dass Bewegungsmaßnahmen im Stadtteil Bieber und im Südwesten der Stadt im Vergleich zu den anderen Stadtgebieten wenig angeboten werden. Dies wird nun bei der Planung des Ausbaus der Bewegungsangebote von dem Projektteam besonders fokussiert. Zu beachten ist jedoch, dass die Auswertung der Befragung keine flächendeckende Übersicht bietet, da sich nicht alle Vereine und Einrichtungen, die Bewegung für Seniorinnen und Senioren in Offenbach anbieten, beteiligt haben.

Durch die Befragung stellte sich heraus, dass Angebote im Freien, Gymnastik, Tanzangebote, Spielerisches Bewegen sowie Yoga/Pilates von den Vereinen und Einrichtungen als beliebt bei den Seniorinnen und Senioren eingeschätzt werden. Zwei Drittel der Einrichtungen, die den Fragebogen ausgefüllt haben, würden gerne in Zukunft ihr Spektrum an Bewegungsangeboten für ältere Menschen ausbauen. Darunter fallen die Sportarten Walking und Tanz, Bewegungstreffs, Yoga, Pilates sowie Tai-Chi und Qi Gong.

Auf Grundlage dieser Analyse und der Ergebnisse der Bürgerbefragung wird nun der Ausbau von bewegungsfördernden Maßnahmen speziell für Seniorinnen und Senioren der Stadt Offenbach gemeinsam mit unterschiedlichen Netzwerk- und Kooperationspartnerinnen und -partnern sowie weiteren städtischen Gremien und Einrichtungen geplant und im Laufe des Jahres 2021 umgesetzt. „Regelmäßige Bewegung ist insbesondere mit zunehmendem Alter wichtig, um die Gesundheit und damit auch die Unabhängigkeit zu erhalten. Daher ist es mir ein wichtiges Anliegen, die älteren Offenbacherinnen und Offenbacher zur mehr Bewegung anzuregen“, äußert Sozialdezernentin Sabine Groß. „Die partizipative Weiterentwicklung gesundheitsförderlicher Strukturen ist ein wichtiger Bestandteil unserer Gesundheitspolitik“.

Die entwickelten Angebote werden durch verschiedene Medien und Kanäle veröffentlicht. Teilnehmen können alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Offenbach ab 60 Jahren. Das Projektteam von „Bewegt älter werden in Offenbach“ freut sich, viele Offenbacherinnen und Offenbacher begrüßen zu dürfen. Das Projekt findet in Kooperation mit der HAGE – Hessischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. statt und wird von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gefördert.

8. Juli 2021