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Offenbach am Main, 2. Oktober 2020 – Für Offenbach ist das vielfältige ehrenamtliche Engagement wichtig. Unter der aktuellen Situation leiden auch Projekte und Vereine. Deshalb informiert der Ehrenamtsbeauftragte Manuel Dieter über ein neues Förderprogramm für gemeinnützige Organisationen, das bis zu 100.000 Euro pro Projekt ermöglicht.

Mit dem Förderprogramm "Gemeinsam wirken in Zeiten von Corona" legt die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) ein erstes finanzielles Unterstützungsangebot vor, nachdem die Stiftung im Juli 2020 ihre Arbeit aufgenommen hat. Schwerpunkte der Förderung sind die Themen Digitalisierung, Nachwuchsgewinnung und die Förderung des Ehrenamts und bürgerschaftlichen Engagements in strukturschwachen und ländlichen Räumen.

Ziel des Förderprogramms ist es, die digitale Teilhabe in der Zivilgesellschaft und die digitale Infrastruktur im bürgerschaftlichen Engagement und Ehrenamt zu stärken, auch um Krisen besser begegnen zu können. Im Jahr 2020 beabsichtigt die Stiftung bürgerschaftlich und ehrenamtlich Engagierte in Deutschland gerade auch aufgrund der Erfahrungen durch die Corona-Pandemie sichtbar zu stärken. Daneben dient die Förderung insbesondere der Qualifizierung und Beratung ehrenamtlich Engagierter für die Ausübung ihres Ehrenamts, der Förderung von Innovationen und dem Schaffen und Aufrechterhalten von ehrenamtlich getragenen Angeboten in Zeiten der Corona-Pandemie.

„Die Corona-Krise hat viele Organisationen, die auf ehrenamtliches Engagement angewiesen sind, nicht nur finanziell, sondern auch personell vor große und auch neue Herausforderungen gestellt. Vieles hat in den vergangenen Wochen und Monaten auf digitalem Wege stattgefunden. Seien es Telefonmeetings oder Videokonferenzen. Die Verantwortlichen in den Vereinen haben einiges zu tun, um den Erhalt der eigenen Struktur nachhaltig zu gewährleisten, einem Mitgliederschwund entgegenzuwirken, oder um die eigenen Angebote wieder zum Laufen zu bringen. Für diesen Einsatz möchte ich meinen ganz besonderen Dank ausdrücken“, so Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke.

Die Stiftung fördert Projekte zu den Themen "Innovation und Digitalisierung in der Zivilgesellschaft", "Nachwuchsgewinnung" sowie "Struktur- und Innovationsstärkung in strukturschwachen ländlichen Räumen". Die Höhe der Förderung von Einzelprojekten kann bis zu 100.000 Euro betragen. Jede gemeinnützige Organisation kann pro Themenschwerpunkt einen Antrag einreichen. Bis zu einer Förderung von 5.000 Euro beträgt die Förderung regelmäßig 90 %, das bedeutet einen Eigenanteil in Höhe von mindestens 10 %. Bei Förderbeträgen darüber hinaus und bis zu 100.000 Euro beträgt die Förderung regelmäßig 80 % der zuwendungsfähigen Ausgaben, hier beträgt der Eigenanteil 20%. Gefördert werden beispielsweise Sachausgaben (z.B. Hardware oder Software), projektbezogene Personalkosten (sozialversicherungspflichtige Beschäftigung), projektbezogene Honorarkosten (z.B. für Programmierung oder Design), begleitende Beratung, Qualifizierung und Coaching (z.B. für die Einführung neuer Software) sowie Verwaltungskostenpauschalen (z.B. Mietnebenkosten oder Büromaterial).

„Mit dem Förderprogramm setzt die Stiftung ein wichtiges Zeichen, auch an die vielen Engagierten in unserer Stadt. Ich würde mir wünschen, dass viele gemeinnützige Organisationen, also beispielsweise eingetragene Vereine, die Möglichkeit nutzen, Förderanträge für die Bereiche „Innovation und Digitalisierung in der Zivilgesellschaft“ und „Nachwuchsgewinnung“ zu stellen und somit viele Ehrenamtliche bei uns vor Ort davon profitieren. Es ist eine tolle Chance, die Vereine fit für die digitale Zukunft zu machen oder sie bei der Gewinnung von jungen Helferinnen und Helfern zu unterstützen“, so der Oberbürgermeister weiter.

Einsendeschluss 1. November 2020

Die Anträge können von allen gemeinnützigen Organisationen, die über einen Freistellungsbescheid vom Finanzamt verfügen, bis spätestens 1. November 2020 gestellt werden. Das Projekt darf zum Zeitpunkt der Antragstellung grundsätzlich noch nicht begonnen worden sein und die beantragten Mittel müssen noch in diesem Jahr ausgegeben werden.

Weitere Informationen und Anträge sind unter www.deutsche-stiftung-engagement-und-ehrenamt.de/foerderung abrufbar.

Zur Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt

Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt soll das das Ehrenamt und bürgerschaftliche Engagement in Deutschland stärken und fördern. Die öffentlich-rechtliche Stiftung ist ein gemeinsames Vorhaben des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat, des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Sie ist ein zentrales Ergebnis der Kommission "Gleichwertige Lebensverhältnisse". Sitz der Stiftung ist die Stadt Neustrelitz in Mecklenburg-Vorpommern.

Als zentrale Anlaufstelle auf Bundesebene soll die Stiftung Serviceangebote wie Beratung und Qualifizierung für ehrenamtlich und bürgerschaftlich Engagierte bereitstellen. Sie soll Vereine und Initiativen bei der Weiterentwicklung ihrer Organisationsstrukturen und Professionalisierung begleiten. Die Stiftung wird ehrenamtliches und bürgerschaftliches Engagement unter Berücksichtigung bestehender Bundesprogramme, wie "Zusammenhalt durch Teilhabe", "Demokratie leben!" und "Bundesprogramm Ländliche Entwicklung" fördern. Der Stiftung stehen für das Jahr 2020 rund 23 Mio. Euro zur Verfügung. Ab 2021 soll sie jährlich rund 30 Mio. Euro aus dem Bundeshaushalt erhalten. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben soll sie perspektivisch mit 75 Beschäftigten ausgestattet werden.

Ziel ist es, dazu beizutragen, ehrenamtliches und bürgerschaftliches Engagement in Deutschland zukunftssicher zu machen. Daher wird sie Innovationen - insbesondere in der Digitalisierung - fördern, Engagement- und Ehrenamtsstrukturen stärken sowie Bund, Länder, Kommunen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft vernetzen. Begleitend zu ihren Aufgaben unterstützt die Stiftung auch Forschungsvorhaben, und stellt damit sicher, dass sich die Tätigkeit der Stiftung eng an den Bedarfen der Ehrenamtlichen orientiert und flexibel auf Veränderungen reagieren kann.