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Die Offenbacher Bürgerinnen und Bürger zeigen sehr große Bereitschaft, den Geflüchteten aus der Ukraine zu helfen. Immer wieder gibt es Angebote von Privatleuten an die Stadt, Unterkünfte vom Gästezimmer in der eigenen Familie bis zur Wohnung Menschen aus der Ukraine  zur Verfügung zu stellen.
Ukraine - Hände zusammen vor ukrainischer Flagge.
© pixabay

Bisher sind in Offenbach fast ausschließlich Menschen aus den Kriegsgebieten angekommen, die hier private Kontakte haben und dort auch wohnen können. Sollten der Stadt Offenbach allerdings aus dem Erstaufnahmelager in Gießen Geflüchtete zur Unterbringung zugewiesen werden, möchte Sozialdezernent und Aufsichtsratsvorsitzender der GBO, Martin Wilhelm, schon jetzt Vorbereitungen treffen. Er will die zahlreichen privaten Unterbringungsangebote kanalisieren, um dann sofort ein Angebot machen zu können. „Wir sind überwältigt von der großen Hilfsbereitschaft der Offenbacherinnen und Offenbacher. Diese Unterstützung können wir gut gebrauchen, wenn uns Flüchtlinge aus Gießen zugewiesen werden sollten. Damit die Verteilung auf die uns angebotenen privaten Quartiere möglichst gut funktioniert, haben wir die Stadtwerke Offenbach mit ihrer Gesellschaft GBO Gemeinnützige Baugesellschaft Offenbach mbh und Loimi Brautmann von der Agentur Urban Media Project mit dem auf der Web-Plattform OF loves U verankerten Projekt ,Raumfinder‘ ins Boot geholt.“

Die Idee: Auf der Plattform können Wohnraumanbietende ihre Angebote für ukrainische Flüchtlinge eingeben. Diese Angaben sind dann im Gegensatz zu den anderen Raumfinder-Angeboten nicht öffentlich, sondern nur für die GBO sichtbar. Die Baugesellschaft tritt allerdings nur als Vermittlerin auf. Etwaige Mietzahlungen können nicht über sie abgewickelt werden, sondern werden direkt an die Anbieter geleistet.

Abgefragt wird von den Anbietenden dabei neben Wohnungs- oder Zimmergröße auch beispielsweise die Zahl der Menschen, die aufgenommen werden können, ob sie für die Unterkunft Miete haben möchten, ob sie ukrainisch oder zumindest englisch sprechen und ob gegebenenfalls auch Haustiere aufgenommen werden können. Die in der Vermittlung von Wohnungen und der Zusammenstellung von funktionierenden Hausgemeinschaften erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtwerketochter suchen für die Geflüchteten eine möglichst passende Unterkunft heraus. „Wir unterstützen die Stadt gerne dabei, für ein gutes Miteinander von unseren Bürgerinnen und Bürgern und den Menschen aus der Ukraine zu sorgen“, sagt Daniela Matha, Geschäftsführerin der GBO, „unser Team steht bereit, seine Erfahrung und Kompetenz bei der Zusammenführung von Angebot und Nachfrage einzubringen.“

Das Angebot gilt nur für ukrainische Flüchtlinge, die der Stadt Offenbach aus der Erstaufnahmestelle in Gießen zugewiesen werden. Dort sind sie dann bereits unter anderem registriert und ärztlich untersucht worden. Wann die Zuweisung erfolgt und wie viele Menschen dann kommen, ist aktuell noch nicht absehbar. Vorerst werden deshalb nur Angebote gesammelt, um die gegebenenfalls aus Gießen ankommenden Menschen schnellstmöglich auch in privaten Unterkünften unterbringen zu können. Dies ist ein Baustein, um Geflüchtete unterzubringen, die Stadt arbeitet derzeit an weiteren Möglichkeiten Unterkünfte zu schaffen.

Wer Wohnraum zur Verfügung stellen möchte, sollte zuvor unbedingt im Internet die Hinweise der Stadt Offenbach unter www.offenbach.de/ukraine-privatunterkuenfte lesen. Denn vor allem wer ein Zimmer in der eigenen Wohnung anbietet, sollte sich um die oftmals traumatisierten und verzweifelten Untermieterinnen und -mieter auch kümmern können, gegebenenfalls bei Behördengängen begleiten und ihnen beim Ausfüllen der notwendigen Formulare helfen.

Die Plattform für Angebote von Unterkünften ist unter https://www.oflovesu.com/ukraine zu finden.

18. März 2022