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Familie aus Papier
© complize / photocase.de
1952 in Kassel gegründet, haben sich die Inhalte der „Pro Familia, Deutsche Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung e.V.“ inzwischen um einiges vervielfacht. Mehr als 180 Beratungsstellen gibt es bundesweit und auch in der Beratungsstelle Offenbach finden Familien, Ehepaare, Alleinstehende, ungewollt Schwangere und Frauen nach einer Gewalterfahrung und/oder Vergewaltigung seit 1971 fachkompetenten Rat und konkrete Hilfe.

Anfang Dezember hat der Magistrat dem Ergänzungsvertrag zum Zuwendungsvertrag über die Förderung der Beratungsstelle pro familia vom 11. März 2016 zugestimmt. Dieser sieht eine der Mittel im Bereich Schutz vor Gewalt rückwirkend zum 1. Januar auf 32.420 Euro sowie der Fördermittel von 60.000 Euro auf 75.000 Euro in 2021 vor.

Mit der jetzt beschlossenen Erhöhung der Mittel kann pro familia sein Beratungs- und Gruppenangebot im Bereich Sexualität und Familienplanung, bei geplanter und ungeplanter Schwangerschaft aufrechterhalten. „Eine wichtige Entscheidung“, findet Sozialdezernentin Groß, die sich für diesen Beschluss eingesetzt hatte. „insbesondere aber im Bereich der Beratung bei sexueller Gewalt und medizinischer Soforthilfe nach Vergewaltigung gab es Nachbesserungsbedarf, damit Opfer in einem ersten Schritt weiterhin gut psychologisch und psychosozial beraten und Angehörige unterstützt werden können.“

„Wir sind sehr erleichtert über die Erhöhung der städtischen Mittel,“ sagt Geschäftsführerin Heike Pinne: „Ohne Erhöhung des städtischen Zuschusses hätte pro familia nicht mehr den notwendigen Anteil aufbringen können, um die vom Land geforderten und geförderten Stellenanteile vorzuhalten. Ein Personalabbau, die Reduzierung der Landesförderung und eine Einschränkung des Beratungsangebotes wären die Folge gewesen.“ Zumal sich das Angebot im Laufe der Jahre um zahlreiche Themen erweitert hat, zuletzt kamen die Bereiche Migrationsberatung und das Beratungsangebot Halte.Punkt - Beratung für Kinder und Jugendliche bei sexualisierter Gewalt hinzu. „Wir erreichen im Jahr über 5.000 Personen mit unseren Angeboten. Dass wir jetzt finanziell mehr Sicherheit haben, freut uns sehr.“

30. Dezember 2020