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Wenn es bei der Vereinigung Bulgarischer Studierender (BSV) Saedinenie eine Tradition gibt, dann ist es das Überliefern eigener Integrationserfahrungen an jüngere Generationen. „In Deutschland fühlen wir uns willkommen“, sagt Michael Minchev, stellvertretender Vorsitzender des Vereins. Dieses Gefühl möchten die Mitglieder des Vereins weitergeben. Die positive Integrationserfahrung seiner Vereinskollegen führt Minchev einerseits auf die Freundlichkeit der Deutschen zurück. Doch auch die Eigeninitiative, sich in Deutschland einzuleben, hätten all seine Kollegen gemeinsam.

An dieser Stelle setzen die bulgarischstämmigen Studierenden auch den Schwerpunkt ihrer ehrenamtlichen Arbeit. Der noch in der Gründung befindliche Verein unterstützt junge Bulgaren bei der Integration durch Mentoring, Sprachkurse und Freizeitaktivitäten. Neben dem achtköpfigen Vorstand engagieren sich weitere Ehrenamtliche, um jungen Bulgaren bei der Jobsuche zu helfen und Orientierungshilfe im Studium zu bieten.

Die Eintragung in das Vereinsregister und die Anerkennung der Gemeinnützigkeit hat die Vereinsleitung bereits beantragt. „Wir sind zwar noch kein eingetragener Verein, aber das hindert uns nicht daran, Projekte zu realisieren“, sagt Minchev. Das beweisen die engagierten Studierenden etwa mit dem Nachhilfeprojekt in Zusammenarbeit mit der Stadt Offenbach. Seit 2015 erhalten Jugendliche mit bulgarischem Migrationshintergrund Nachhilfe an zwei Offenbacher Schulen.

Doch auch auf ganz andere Weise trägt BSV Saedinenie zur Integration bei: Zu Veranstaltungen und Studentenpartys lädt die vor zwei Jahren gegründete Initiative auch nichtbulgarische Studierende ein. Dadurch möchte die Vereinigung den weltoffenen Charakter der studentischen Gemeinschaft erhalten und vermeiden, dass sich Bulgaren gesellschaftlich abschotten. „Zu uns kommt stets eine bunte Palette von Menschen“, sagt Minchev. „Deutsche und internationale Freunde bereichern uns im kulturellen Sinne.“ Nichtsdestotrotz würden sich viele Landsleute freuen, im Verein auch einen Teil der heimischen Kultur wiederzufinden.

Ebenso wie bei Studentenpartys heißt der Verein auch bei seiner ehrenamtlichen Arbeit neue Mitglieder willkommen. Neben Studierenden gibt es auch Berufsanfänger, die sich bei BSV Saedinenie engagieren. Hier ist jeder willkommen, betont Minchev. Nach der Eintragung am Amtsgericht plant die Vereinsleitung, den Verein auch als studentische Initiative an der Goethe-Universität Frankfurt zu etablieren, wodurch die Gruppe zukünftig auch einen Veranstaltungsraum für ihre Aktivitäten bekommen würde. Das aktuelle Eventsprogramm finden interessierte Teilnehmer auf der Facebook-Seite des Vereins sowie auf der Homepage www.bsv-saedinenie.de.