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Stadtplan
© Stadt Offenbach
Offenbach ist….Großstadt im Rhein-Main-Gebiet am Main und neues Zuhause für die Jugendlichen, die in den Osterferien die Gelegenheit nutzten, die Stadt einmal anders zu erkunden: „Meine neue Heimat: Offenbach damals und heute“ hieß der gemeinsame Workshop von Jugendbildungswerk und Haus der Stadtgeschichte, der im Rahmen des Programms „Jugend stärken im Quartier“ (JUSTiQ) wegen der aktuell geltenden Corona-Beschränkungen im geschlossenen Museum stattfinden konnte und mit einer Entdeckungstour ergänzt war. Dafür erhielten die Teilnehmer Polaroid-Kameras mit denen sie dann draußen unterwegs waren. Stopps waren der Hafen, Boxclub und der Eisenbahnwaggon am Main und der Wilhelmsplatz. Dass dieser früher einmal ein Friedhof war, beeindruckte die Jugendlichen sehr.

Auf den Spuren von Alois Senefelder

Anschließend ging es in die Druckwerkstatt im Bernardbau. Seit Ende letzten Jahres gehen dort die Themen „Lithographie“ und „Buchdruck“ eine erfahrbare Verbindung ein, in der Stadt repräsentiert durch das Haus der Stadtgeschichte und das Klingspor Museum. „Wir freuen uns sehr, dass die Jugendlichen hier ihre eigenen Linoldrucke entwerfen und anschließend selbst drucken konnten“, erklärt Annina Schubert, die den Workshop für das Haus der Stadtgeschichte mit durchführte. Bevor es jedoch ans Motive schnitzen ging, erhielten die Jugendlichen noch eine Einführung in die Geschichte der Lithografie von Werkstattleiter Dominik Gußmann. Schließlich entstand das Steindruckverfahren 1798 in Offenbach, als der Jurastudent mit Hang zur Schriftstellerei Alois Senefelder eine Möglichkeit zur Vervielfältigung seiner Texte ersann.

Am Ende des Workshops konnten die Jugendlichen ihre Fotos in ein selbstgebasteltes Büchlein kleben und so ihre Reise festhalten. „Durch die Dokumentation sind die flüchtigen Eindrücke von unterwegs festgehalten und vielleicht suchen die Jugendlichen den ein oder anderen Ort nochmal mit ihren Familien auf“, so Projektleiterin Dorina Beck.

Alleine im Museum

Inmitten historischer Artefakte konnten die Jugendlichen außerdem einen Teil ihrer Reise in oder nach Offenbach auf einem Stadtplan im Haus der Stadtgeschichte festhalten. Manche Jugendliche hatte bereits einen Lieblingsort und konnte diesen kennzeichnen, andere zeichneten Ankommenspunkt oder Schule ein. Sobald Museum wieder öffnen darf, soll dieser Stadtplan an der Mitmachstation im ersten Stock des Museums angebracht werden. Besucherinnen und Besucher des Hauses sind dann herzlich eingeladen, sich ebenfalls mit ihren Lieblingsorten in Offenbach einzutragen. Wer mag, darf gerne auch anonym dazu schreiben, was den Ort so besonders macht.

JUSTIQ

Die Mikroprojekte von JUSTiQ stärken junge Menschen und die Quartiere, in denen sie leben. JUGEND STÄRKEN im Quartier leistet damit einen Beitrag zu einer integrierten, sozialen Stadtentwicklung. Die Mikroprojekte sollen den Jugendlichen ermöglichen, sich in handlungsorientierten Lernfeldern jenseits von Schule und Ausbildung entwickeln zu können.

Das Programm „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

Bildinformation: Stadtplan mit den Kommentaren der Jugendlichen, Foto: Stadt Offenbach

Pressekontakt bei Rückfragen zu JUGEND STÄRKEN im Quartier in Offenbach
Dorina Beck
dorina.beckoffenbachde
069-80655243
Jugendbildungswerk (5. Stock)
Berliner Straße 77
63065 Offenbach

 

Offenbach am Main, 11. Mai 2021