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Handicapted, Sport mit Alubein
© Anna Shvets /Pexels.com
Am 5. Mai war der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Seit 1992 laden jedes Jahr zahlreiche Verbände und Organisationen der Behindertenhilfe und -selbsthilfe zu vielen verschiedenen Aktionen ein, um auf die Situation von Menschen mit Behinderungen aufmerksam zu machen. Das diesjährige Motto Deine Stimme für Inklusion – mach mit!“ ist ein Aufruf an alle Bürgerinnen und Bürger, Missstände aufzudecken, Teilhabe-Barrieren sichtbar zu machen und Menschen mit Behinderungen dabei zu unterstützen, sich für ihre Rechte einzusetzen. Für mehr Miteinander statt Nebeneinander.

In ganz Europa setzen sich Verbände und Betroffene für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ein. Der kommunale Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Dominik Schuster, forderte anlässlich des Protesttages, dass die Belange von Menschen mit Behinderungen auch in schwierigen Zeiten stärker im Fokus stehen sollten sowie von der Politik und Öffentlichkeit nicht vergessen werden.

„Die Corona-Pandemie belastet alle Bürgerinnen und Bürger, Menschen mit Behinderungen treffen die Einschränkungen jedoch besonders hart. Viele Menschen mit Behinderungen ziehen sich derzeit noch stärker aus der Gesellschaft zurück, weil sie zu den Corona-Risikogruppen zählen und viele Selbsthilfeangebote aufgrund der Beschränkungen nicht angeboten werden können“, erklärt Schuster.

Die zuständige Stadträtin für Soziales und Teilhabe Sabine Groß ergänzt: „Die Gefahr von Isolation und psychischen Belastungen ist deutlich höher, insbesondere bei Menschen, die isoliert zuhause leben.“ Inklusion und soziale Teilhabe in Zeiten der Corona-Pandemie stelle alle Beteiligten vor große Herausforderungen, sie berge jedoch auch die Chance, digitale Barrierefreiheit endlich auszubauen.

Offenbach am Main, 4. Mai 2021