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Betender
© cottonbro/Pexels.com
Seit nachweislich 1.700 Jahren gibt es jüdisches Leben in Deutschland. Mit Veranstaltungen und Projekten setzt die Stadt Offenbach einen eigenen Akzent in dem bundesweiten Festjahr, das jüdisches Leben und die deutsch-jüdische Geschichte und Gegenwart stärker ins Bewusstsein den Menschen rückt. Mit insgesamt etwa 22 Millionen Euro unterstützt das Bundesinnenministerium das unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier stehende Festjahr. „150.000 Euro gehen aus diesen Fördermitteln an uns als Stadt Offenbach“, freut sich Kulturdezernent und Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke. „Mit einer Vielzahl von Veranstaltungen und Projekten wollen wir, soweit es die Corona-Pandemie zulässt, jüdisches Leben in der Stadt sichtbar und erlebbar machen.“ Zu den Fördermitteln kommen Gelder aus dem Kulturhaushalt der Stadt Offenbach sowie Drittmittel.

„Die Stadt blickt auf eine lange jüdische Geschichte zurück, die die Identität der Stadt weit über die Gemeinde hinaus maßgeblich mitgeprägt hat. Die Zusage der Förderung durch das Bundesinnenministerium ist eine große Auszeichnung für den Kulturbereich unserer Stadt und macht es uns möglich, jüdisches Leben in Offenbach in seiner Vielfalt zeigen und gemeinsam feiern zu können“, so Schwenke weiter. Mit dem Festjahr in Offenbach soll zudem ein klares Zeichen gegen Antisemitismus, Rassismus und jegliche Art von Fremdenfeindlichkeit gesetzt werden: „Offenbach mit seinen 140.000 Menschen aus über 150 Nationen ist vom Miteinander geprägt. Wir geben Antisemitismus keine Chance und setzen mit dem Festjahr ein klares Zeichen für Vielfalt, eine lebendige Gesellschaft, Toleranz und Offenheit“, so Schwenke. Das werde sich auch in der Fülle der geplanten Veranstaltungen widerspiegeln, die Menschen zusammenbringen und zeigen, dass jüdisches Leben ein alltäglicher Teil einer vielfältigen Gesellschaft ist. Das Offenbacher Kulturmanagement, das Haus der Stadtgeschichte und das Klingspor Museum planen zahlreiche Formate und Veranstaltungen, die im Laufe des Festjahres stattfinden sollen.

Hashtag 2021JLID

Der eigens für das Festjahr gegründete Kölner Verein „321 – 2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ übernimmt die Koordination und Organisation der bundesweiten Veranstaltungsreihe. In der Domstadt findet sich die erste urkundliche Erwähnung von Juden in Köln im Jahre 321 und damit das älteste Schriftzeugnis jüdischen Lebens in Deutschland, das seit der Spätantike ein wichtiger Bestandteil europäischer Kultur ist.
Ziel des Festjahres ist es, die deutsch-jüdische Geschichte und Gegenwart stärker in das Bewusstsein der Menschen zu rücken.  Unter dem Namen „#2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland“ werden bundesweit rund tausend Veranstaltungen ausgerichtet. Darunter Konzerte, Ausstellungen, Musik, ein Podcast, Video-Projekte, Theater, Filme und vieles mehr. Damit soll jüdisches Leben unmittelbar sicht- und erlebbar gemacht werden, auch um mit Aufklärung und Information dem erstarkenden Antisemitismus entgegenzuwirken. Die Stadt Offenbach ist Teil des Verbundes an Veranstaltern, die sich für dieses Ziel mit einem großangelegten Programm engagieren.

Offenbach am Main, 27. Januar 2021
Betender cottonbro/Pexels.com
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