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Mit der Einrichtung einer unabhängigen Beschwerdestelle kommt die Stadt Offenbach der Aufforderung des am 1. August 2017 in Kraft getretenen Psychisch-Kranken-Hilfegesetzes (PsychKHG) nach, eine neutrale Stelle für Anregungen und Beschwerden einzurichten. Zielgruppe sind Personen, die infolge einer psychischen Störung funktionseingeschränkt, krank oder behindert sind oder bei denen Anzeichen für eine solche Funktionseinschränkung, Krankheit oder Behinderung bestehen. Sie richtet sich aber auch an Angehörige oder Vertrauenspersonen der Betroffenen und wirkt in Zusammenarbeit mit ihnen auf eine Problemlösung hin. Organisator und Ansprechpartner der unabhängigen Beschwerdestelle ist das Stadtgesundheitsamt.

Bearbeitet werden dort alle Beschwerden, Anregungen oder Fragen im Zusammenhang mit einer Unterbringung, ärztlichen Behandlung, Therapie oder psychosozialen Betreuung von Bürgerinnen und Bürgern in der Stadt Offenbach beziehungsweise in Einrichtungen und Diensten mit dem Ziel einer einvernehmlichen Lösung. Insoweit unterstützt die Beschwerdestelle psychisch oder suchtkranke Menschen sowie deren Angehörige bei ihrer Interessenwahrnehmung. Ihre Mitglieder stehen aber auch Mitarbeitern von Einrichtungen und Diensten des Zuständigkeitsbereiches als Ansprechpartner bereit, die über diese Mittlerstelle Missstände abstellen wollen und dies nicht alleine können. Alle Beschwerden und Anregungen werden dokumentiert.

Als Mitglieder hat die Stadtverordnetenversammlung am 2. August 2018 Jens Lipponer, Edith Mayer und mit Dr. Elisabeth Raupach eine Psychiaterin mit Berufserfahrung im psychiatrischen Versorgungssystem berufen. Die drei erfahrenen Kontaktpersonen sind seit vielen Jahren in der psychiatrischen Arbeit tätig und arbeiten ehrenamtlich für die Beschwerdestelle. Für die Arbeit der unabhängigen Beschwerdestellen gewährt das Land den Landkreisen und kreisfreien Städten eine jährliche Pauschale in Höhe von 1.200 Euro. 

Offenbach am Main, 10. September 2018