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Fredenhagenhalle
Viel Platz zum Feiern bietet die Halle - ohne Masken und Mindestabstand geht es trotzdem vorerst nicht © Stadt Offenbach

Offenbach am Main, 10. Juli 2020 – Für das Event „BACK TO LIVE VOL. 2 SAFE & LOUD“ wirbt der Veranstalter damit, dass „Feiern ohne Mundschutz und Einhaltung des Mindestabstandes“ möglich ist. Sicherheit dafür soll ein am Morgen des gleichen Tages durchgeführter Corona-Test bieten. Zudem verweist der Veranstalter in seiner Einladung darauf, dass das Konzept in Zusammenarbeit mit dem Stadtgesundheitsamt erstellt worden sei.

Gesundheitsdezernentin Sabine Groß hat den Veranstalter nachdrücklich darauf hingewiesen, dass eine solche Veranstaltung mit der geltenden Rechtslage nicht im Einklang steht. Denn nach wie vor gilt, dass ein Mindestabstand eingehalten werden muss und wenn dieser nicht eingehalten werden kann, ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung dringend empfohlen.

Mit Beratung, Fördergeldern und Gebührenstundung und anderen Maßnahmen unterstützt die Stadt Offenbach in der Corona-Pandemie die darbende Veranstaltungsbranche und die dort arbeitenden Menschen. Dazu leistet auch das Gesundheitsamt einen großen Beitrag. So werden täglich nach Kapazitätslage neue Hygienekonzepte für Veranstaltungen aller Art auf ihre Tauglichkeit zum Schutz der Bevölkerung in Offenbach geprüft und die Veranstalter beraten. „Ziel des Gesundheitsamtes ist es dabei immer, möglichst praktikable Lösungen zu finden, die gleichzeitig alle rechtlichen Vorgaben einhalten und ein Höchstmaß an Sicherheit für die Offenbacherinnen und Offenbacher bieten“, erläutert Gesundheitsdezernentin Sabine Groß.

So beriet das Gesundheitsamt auch die Organisatoren eines ersten Tests verschiedener Veranstalter in der Fredenhagen-Halle, wie unter Corona-Bedingungen Veranstaltungen, beispielsweise Messen, wieder stattfinden könnten. „Es wurden kreative Lösungen gefunden, wie die Abstandsregeln eingehalten werden können“, stellte Gesundheitsamtsleiter Dr. Bernhard Bornhofen fest, der sich bei der ersten Veranstaltung „BACK TO LIVE“ vor Ort selbst ein Bild machte. Auf dieser Basis gab es erneut Gespräche für das um Corona-Tests erweiterte Veranstaltungsformat. In diesen Gesprächen gab es aber keinen Hinweis des Veranstalters, dass damit das rechtliche Gebot des Mindestabstandes entfallen solle.

Erst nach erfolgter Einladung an die Teilnehmergruppe und die Presse erfuhr die Stadt Offenbach über Dritte von dem Konzept der Veranstalter. Dies widerspricht eindeutig der hessischen „Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung“. Die Stadt Offenbach hat die Veranstalter deshalb schriftlich darauf hingewiesen, dass sie mit der angekündigten Form der Veranstaltung gegen geltendes Recht verstoßen würden. „Möglicherweise nahmen die Veranstalter an, dass ein eigenes Konzept, das die Testung aller Teilnehmer enthält, sie dazu berechtigen würde, sich nicht an die gesetzlichen Vorgaben zu halten. Dies ist aber weder mit dem Gesundheitsamt abgestimmt, noch rechtlich zulässig. Ich habe den Veranstalter daher aufgefordert, das Konzept der Rechtslage entsprechend anzupassen und darauf verwiesen, dass die Stadt andernfalls die Veranstaltung untersagen wird“, so Groß.