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Die Stadt Offenbach richtet einen Notfallfonds für die Freien Kultureinrichtungen in der Stadt mit der Möglichkeit für eine Einmalhilfe ein. Die wesentlichen finanziellen Hilfen müssen angesichts der Dimension der Probleme von Bund und Land kommen.

Offenbach war vor der Krise eine arme Stadt, und das gilt auch weiterhin. Die vier hauptamtlichen Magistratsmitglieder Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke, Kämmerer Peter Freier, Stadträtin Sabine Groß und Stadtrat Paul-Gerhard Weiß haben nun entschieden, mit einer einmaligen, den Möglichkeiten der Stadt angemessenen Unterstützungszahlung einen Beitrag zur Existenzsicherung dieser Einrichtungen zu leisten.

"Diese Kultureinrichtungen prägen gemeinsam mit den städtischen Institutionen wesentlich das kulturelle Bild unserer Stadt mit", so Oberbürgermeister und Kulturdezernent Schwenke. Dabei sind sich die politischen Verantwortlichen im Klaren darüber, dass der mit 75.000 Euro versehene Fonds nicht erschöpfend die Probleme für die Einrichtungen lösen wird.

"Im Zusammenwirken mit Bundes- und Landesebene erhoffen wir uns aber doch einen kleinen, dennoch spürbaren Beitrag zur Existenzsicherung dieser für das städtische Leben wichtigen Einrichtungen zu leisten", so Stadtkämmerer Peter Freier.

Einrichtungen mit ganzjährigem Angebot sollen gefördert werden

Gefördert werden sollen vor allem Einrichtungen oder Vereine mit ganzjährigem Veranstaltungs-, Ausstellungs- oder Unterrichtsbetrieb, deren Existenz durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie ohne Hilfe bedroht ist.

"Das urbane Lebensgefühl in Offenbach hängt wie in jeder Großstadt auch stark mit der Diversität der Kulturangebote zusammen", so Sozialdezernentin Sabine Groß, die ebenfalls regelmäßige Nutzerin dieser Angebote ist. "Die Stadt ist sich im Klaren darüber, dass solche Kultureinrichtungen finanziell nicht über Netz und doppelten Boden verfügen", erklärt Bildungsdezernent Paul-Gerhard Weiß, warum auch ihm diese Entscheidung wichtig ist. Deshalb habe die Stadt Offenbach sich schnell und einhellig entschieden, den ihr möglichen Beitrag zu leisten.

Um eine Unterstützung bewerben können sich Einrichtungen und Vereine bis zum 26. April über kulturoffenbachde.

Freiräume für Kulturvereine

Darüber hinaus will die Stadt auch allen Kulturvereinen Freiräume in der Krise schaffen. "Wir binden die Auszahlungen aus der Vereinsförderung in diesem Jahr nicht mehr an Projekte, sondern lassen einmalig ausnahmsweise zu, dass diese auch für laufende Kosten eingesetzt werden können", erläutert Oberbürgermeister Schwenke.  

Und ein weiteres Angebot hat die Stadt organisiert: Wenn Vereine/Institutionen Spenden sammeln wollen, aber (noch) nicht als gemeinnützig anerkannt sind, kann die Bürgerstiftung helfen. "Weil wir dafür kein Konto der Stadt verwenden können, haben wir mit der Bürgerstiftung vereinbart, dass sie ein Konto zur Verfügung stellt", so Stadtkämmerer Freier. Damit können bei Spenden für gemeinnützige Projekte dann auch Spendenquittungen ausgestellt werden, wie der Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung, Winfried Männche, zugesichert hat.

Vereine, die für solche Sammelaktionen ein Banner für soziale Medien benötigen und keine eigene Grafik dazu haben, erhalten zudem vom Amt für Kulturmanagement auf Wunsch eine entsprechende Grafik, für die ein gemeinsamer Hintergrund entwickelt wurde. Das Motiv wird dann mit einem Foto und dem Text des Vereins oder der Initiative versehen und kann unter kulturoffenbachde kostenfrei angefordert werden.