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Mädchen mit Maske
Maske tragen, Hände waschen und Abstand halten, um gesund zu bleiben © shutterstock.com
Corona - Kinder - Schulbesuch: Weil dieser Dreiklang mit Fragen verbunden ist, haben wir hier Antworten zusammengestellt:

Welche typischen Symptome treten bei einer Corona-Infektion auf?

Zu den typischen Symptomen zählen hohes Fieber (über 38 Grad), Husten, Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit sowie Kratzen im Hals. Bei einigen Menschen kommt es vorübergehend zum Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns. Bei Kindern kann sich eine Infektion mit dem neuartigen Sars-CoV-2-Virus zunächst als Magen-Darm-Infekt darstellen. Bei schweren Verläufen, die vergleichsweise selten auftreten, kommt es zu Atemnot.

Die Symptome, die bei einer Corona-Infektion auftreten, sind zu Beginn vergleichbar mit einer Erkältung. Wer insbesondere in der Erkältungszeit Atemwegssymptome hat, muss deswegen nicht an Corona erkrankt sein. Zur genauen Abklärung empfiehlt sich das Aufsuchen des Hausarztes.

Nicht alle Symptome müssen bei einer Infektion auftreten. Viele Menschen bleiben auch symptomfrei oder haben nur leichte Beschwerden.

Bei Kindern verläuft eine Ansteckung nach den derzeitigen wissenschaftlichen
Erkenntnissen meist harmlos. Viele Kinder und junge Menschen zeigen oft keine
Symptome und deshalb auch kein Krankheitsgefühl. Kinder ohne Risikofaktoren zählen deshalb im Gegensatz zu einer echten Grippe (Influenza) nicht zur Risikogruppe.

Was mache ich, wenn mein Kind Krankheitssymptome zeigt/ positiv getestet wurde?

  • Kranke Kinder dürfen die Schule nicht besuchen. Aufgrund des derzeit allgemeinen Risikos einer Ansteckung mit dem Corona-Virus muss Ihr Kind bei Auftreten typischer Atemwegssymptome oder Magen-Darm-Infekten unbedingt zu Hause bleiben, bis die Symptome abgeklungen sind. Lassen Sie Ihr Kind vom Arzt für 14 Tage krankschreiben.
  • Wenn die Symptome im Verlauf von 14 Tagen wieder abklingen, müssen Sie nichts Weiteres veranlassen. Verschlechtert sich der Zustand des Kindes, muss ein Arzt aufgesucht werden. 

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    Sollte Ihr Kind positiv auf Sars-CoV-2-Virus getestet werden, wird es vom Stadtgesundheitsamt in eine 14-tägige häusliche Quarantäne geschickt. Dort soll es die Infektion in Ruhe auskurieren.
  • Während der Quarantäne darf Ihr Kind keinen Kontakt zu anderen Menschen außerhalb des Haushalts haben. 
  • Die Quarantäne muss zwingend eingehalten werden, damit keine weiteren Menschen infiziert werden. Wer die Quarantäne missachtet, muss mit Geldbußen von bis zu 25.000 Euro rechnen.
  • Das Stadtgesundheitsamt ermittelt außerdem, welche Personen engen Kontakt mit Ihrem Kind hatten. Dies sind in der Regel die mit dem Kind in einem Haushalt zusammenlebenden Menschen, ggfs. auch Freunde, Bekannte, Mitschüler, Lehrer.
  • Diese Kontaktpersonen werden vom Gesundheitsamt angerufen und müssen sich vorsorglich ebenfalls in Quarantäne begeben.
  • Von Ihrem Arzt erhalten Sie eine Krankschreibung für die Schule.
  • Sollte sich die Erkrankung im Verlauf der Quarantänezeit verschlimmern, suchen Sie mit Ihrem Kind einen Arzt auf. Rufen Sie auf jeden Fall zuerst dort an, bevor sie hingehen!
  • Bei Fragen können sich zu jeder Zeit (auch nachts und am Wochenende) an den ärztlichen Bereitschaftsdienst wenden (Telefon: 116 117). In akuten Notfällen wählen Sie den Notruf 112. Ein Aufenthalt im Krankenhaus ist jedoch nur bei schweren Verläufen notwendig, die bei Kindern in der Regel nicht auftreten.

Wie werden Risikopatienten in der Familie geschützt?

Schülerinnen und Schüler, in deren Familie eine Person an einer Lungenerkrankung wie Asthma, COPD oder Lungenfibrose, Diabetes, Rheuma oder einer eingeschränkten Leistungsfähigkeit des Herzens leidet, können, je nach Schwere bis auf Weiteres mit einem ärztlichen Attest vom Unterricht befreit werden.

Wie werden in der Schule erkrankte Kinder und Jugendliche versorgt?

Im Falle einer akuten Erkrankung in der Schule mit Krankheitszeichen wie Krankheitszeichen wie Fieber, trockenem Husten, Atemprobleme, Verlust des Geschmacks-/Geruchssinns, Halsschmerzen, Gliederschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall soll, soweit vorhanden, ein Mund-Nasen-Schutz angelegt und die betroffene Person unverzüglich in einen eigenen Raum, möglichst in einen speziell einzurichtenden und grundsätzlich bereitzustellenden Absonderungsraum gebracht werden. Es folgt eine Befreiung vom Unterricht und, bei Minderjährigen, Abholung durch die Eltern.

Wie wird eine Ansteckung im Bus vermieden?

Die Offenbacher Verkehrs-Betriebe verkehren seit 18. Mai wieder in den vertrauten Taktungen. Bereits seit Montag, 27. April, sind zu den Schulanfangs- und Schlusszeiten auf allen fünf Schülerverkehr-Linien (V01, V05, V06, V10, V20) mehrere Verstärkerwagen in Form großer Gelenkfahrzeuge im Einsatz. Damit können ausreichende Distanzen zu Mitfahrenden gewahrt werden. Die Sonderfahrpläne der Schulbuslinien können im Internet unter http://mobilitaet.soh-of.de aufgerufen werden. Ferner gilt die Maskenpflicht, die hilft, Ansteckungen zu vermeiden.

Warum Abstand- und Hygieneregeln sowie Maskenpflicht?

Abstandhalten und Händehygiene sind der beste Schutz vor dem Virus. Diese Maßnahmen sind sehr wichtig, damit der Schulalltag, aber auch der Alltag im privaten Umfeld, während der Pandemie weitergehen kann.

Beim Busfahren sind Schülerinnen und Schüler verpflichtet, einen geeigneten Mund- und Nasenschutz zu tragen. Wir empfehlen, diesen bereits ab Verlassen des Hauses zu tragen, um die Ansteckungsgefahr auch bei der Bushaltestelle entsprechend zu reduzieren. Unabhängig davon gilt es dort, sowie an allen anderen Bereichen, einen Abstand von mindestens 1,50 Meter zu wahren.

Wie sicher ist Radfahren oder zu Fuß gehen?

Wer mit dem Fahrrad oder alleine zu Fuß unterwegs und hat kein Ansteckungsrisiko. Wer zu zweit unterwegs ist, muss auf einen Abstand von mindestens 1,50 Metern achten, je nach Witterung verdünnt sich so ein Virus rasch wie Rauch in der Luft.

Welche Schutzvorkehrungen haben die Schulen getroffen?

Jede Schule hat einen Hygieneplan aufgestellt für den Schulalltag in Corona-Zeiten. Das Konzept können Sie in Ihrer Schule einsehen.

Damit nicht alle Schülerinnen und Schüler gleichzeitig über die Gänge zu den Klassenzimmern und in die Schulhöfe gelangen, haben die Schulen den spezifischen räumlichen Gegebenheiten angepasste Konzepte zur Wegeführung entwickelt. So sind räumliche Trennungen beispielsweise durch Abstandsmarkierungen auf dem Boden oder den Wänden sichtbar.

Darf die Schule einen zweiten Corona-Test verlangen?

Nein. Ein zweiter Corona-Test wird vom Gesetzgeber nicht verlangt, daher darf die Schule diesen Test ebenfalls nicht verlangen, oder Kinder nach Hause schicken, die einen solchen zweiten Test nicht gemacht haben. 

Wenn der erste Corona-Test negativ ausfiel, kann das Kind ganz normal den Unterricht besuchen. Ist er positiv ausgefallen, muss das Kind in Quarantäne und vom Gesundheitsamt betreut werden. Das Gesundheitsamt kann dann entscheiden, ob ein zweiter Corona-Test sinnvoll ist, um sicherzustellen, dass keine Infektion mehr vorhanden ist. Nur wenn das Gesundheitsamt einen zweiten Corona-Test anordnet, ist dieser kostenlos. 

Bei Kontaktpersonen ersten Grades wird in der Regel zweimal getestet: Nach dem Bekanntwerden des Kontakts und nach der vierzehntägigen Quarantäne der Kontaktperson. Wenn auch der zweite Test negativ ist, beendet das Gesundheitsamt die Quarantäne. 

Wie werden die Klassenräume gereinigt?

Ab 27. April 2020 verdoppelt die für die Pflege und Instandhaltung der Offenbacher Schulen zuständige GBM Service GmbH Offenbach der Stadtwerke Unternehmensgruppe die Reinigungsintervalle: Dabei werden unter anderem Türgriffe, Lichtschalter, Handläufe, Armaturen von Waschbecken, in den Toiletten die Sitze und Deckel sowie die Spülungstasten täglich zweimal gereinigt, gleiches gilt für eventuell vorhandene Aufzugtastaturen. Die Waschbecken in den Klassenräumen wurden mit Handtuchspendern mit Einmalhandpapier und Pumpseifen ausgerüstet, die täglich geprüft und bei Bedarf neu bestückt werden. Klassenräume ohne Waschbecken wurden mit Handdesdesinfektionsmittel ausgestattet. 

Wie wird der Unterricht organisiert?

Wenn es für den Unterricht im regulären Klassen- und Kursverband erforderlich und nach den infektionsschutzrechtlichen Vorgaben des Landes Hessen zulässig ist, kann vom Mindestabstand zwischen Schülerinnen und Schülern sowie den unterrichtenden Lehrern abgewichen werden. Wo immer möglich sollte dennoch an der Einhaltung eines Mindestabstandes von 1,50 Metern festgehalten werden, insbesondere bei Besprechungen und Konferenzen. Der Hygieneplan des Landes Hessen regelt hierzu weitere Einzelheiten.

Die Schulen setzen die Vorgaben des Landes unter Beachtung ihrer Möglichkeiten um. Wenn durch eine Veränderung des lokalen Infektionsgeschehens eine höhere Stufe des Eskalationsplans greift, kann die Gesundheitsbehörde beschränkende Maßnahmen ergreifen. 

Wie werden die Kinder und Jugendlichen im Unterricht sensibilisiert?

Die Schulleitungen sowie die Pädagoginnen und Pädagogen gehen bei der Umsetzung von Hygieneplänen als Vorbildfunktion voran und sorgen dafür, dass die Schülerinnen und Schüler die Hygienehinweise ernst nehmen und ebenfalls einhalten. 

Wie wird auf Frischluftzufuhr in der Schule geachtet?

Besonders wichtig ist das regelmäßige und richtige Lüften, da dadurch die Innenraumluft ausgetauscht wird. Alle 15 Minuten sollen die Klassenräume gelüftet werden. Mindestens in jeder Pause, ist eine Lüftung am besten eine Stoß- bzw. Querlüftung durch vollständig geöffnete Fenster über mehrere Minuten vorzunehmen. Eine Kipplüftung ist weitgehend wirkungslos, da durch sie kaum Luft ausgetauscht wird. Aus Sicherheitsgründen verschlossene Fenster müssen daher für die Lüftung unter Aufsicht einer Lehrkraft geöffnet werden.

Was passiert, wenn sich ein Schüler oder ein Lehrer infiziert hat?

Sobald das Stadtgesundheitsamt Kenntnis von einem positiven getesteten Schüler hat,kontaktiert es umgehend die Schulleitung und die infizierte Person, die sich sofort in eine 14-tägige häusliche Quarantäne begeben muss. Der betroffene Schüler oder Lehrer darf die Schule solange nicht mehr betreten. Anschließend ermittelt das Gesundheitsamt alle engen Kontaktpersonen (z. B. Mitschüler oder Lehrer) des Infizierten, um die Infektionskette nachzuverfolgen und den Ursprung der Infektion zu finden. Ziel ist es, die Infektionskette zu unterbrechen.

Daher werden nur die engen Kontaktpersonen des infizierten Schülers werden vorsorglich in eine 14- tägige häusliche Quarantäne geschickt. Auch sie dürfen die Schule in dieser Zeit nicht mehr betreten. Als enge Kontaktpersonen gelten an einer Schule alle Mitschüler und Lehrer, die sich
zeitgleich im selben Raum mit der infizierten Person über eine Schulstunde hinweg oder länger aufgehalten haben.

Gleiches gilt für Infektionen im privaten Umfeld: Schüler oder Lehrer, die engen Kontakt mit einem infizierten Menschen im privaten Umfeld hatten, gelten als Kontaktperson. Solange sie keine Symptome haben und nicht positiv getestet wurden, gelten sie nicht als infiziert. Sie werden aber vorsorglich in häusliche Quarantäne geschickt und dürfen die Schule nicht mehr betreten.

In welchen Fällen wird die Schule vorübergehend geschlossen?

Die Stadt Offenbach als Schulträger kann im Normalfall keine Schule schließen. Lediglich das Stadtgesundheitsamt kann auf Basis des Infektionsschutzgesetzes eine Schließung verfügen, wenn dies aus Gründen des Infektionsschutzes erforderlich ist.

  • Bei nur einzelnen Infektionsfällen an einer Schule ist eine Schließung der gesamten Schule aus Sicht des Stadtgesundheitsamtes unverhältnismäßig: In der Regel ist es völlig ausreichend, wenn alle Mitschüler oder Lehrer, die im engen Kontakt mit einer infizierten Person waren, vom Unterricht befreit werden. Alle anderen Schüler können weiterhin am Unterricht teilnehmen.
  • Da die Schulen in den Unterrichtsräumen auf den Mindestabstand von 1,5 m und häufiges Lüften achten, ist die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung im Unterricht gering. Außerhalb des Unterrichts und dort, wo das Abstandhalten nicht praktiziert wird, sollten alle Kinder einen Mund-Nasen-Schutz tragen!
  • Das Stadtgesundheitsamt prüft jeweils im Einzelfall das sinnvollste Vorgehen.

Hygiene-Plan des Landes Hessen zum Download