Sprungmarken
Suche
Suche

Magistrat zeigt Corn-Warn-App auf seinen Handys
Die Dezernenten mit der neuen Corona-Warn-App auf ihren Mobiltelefonen (v.l.n.r.: Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke, Bildungs- und Planungsdezernent Paul- Gerhard Weiß, Gesundheitsdezernentin Sabine Groß und Bürgermeister Peter Freier) © Stadt Offenbach
Die Reisebeschränkungen in Europa sind weitestgehend aufgehoben, Schulen und Kindergärten nehmen bald wieder den regulären Betrieb auf, Treffen mit mehreren Personen auch aus fremden Haushalten sind wieder möglich. Langsam gewinnt der neue Alltag mit Corona Gestalt, teilweise kehrt sogar wieder so etwas wie die frühere Normalität ein. Damit steigt auch das Risiko von Infektionen wieder. Eine dauerhaft funktionierende und hoffentlich noch weitere Eindämmung des Infektionsgeschehens soll mit der offiziellen Corona-Warn-App erreicht werden, die seit Anfang der Woche zum Download bereitsteht.
Entwickelt vom Softwareunternehmen SAP im Auftrag der Bundesregierung und mit Beratung durch das Robert-Koch-Institut, informiert die App Nutzer, wenn sie sich in der Nähe eines Corona-Infizierten aufgehalten haben. Der Ort der Begegnung wird nicht erfasst, sondern lediglich die Daten über Dauer und Distanz des Zusammentreffens. Die App ist kostenlos und das Herunterladen ist freiwillig.

App kann helfen, zweite Welle zu verhindern

"Offenbach ist bisher vergleichsweise gut weggekommen“, betont Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke, „aber all das darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Gefahr durch Covid-19 leider noch nicht gebannt ist. Entscheidend für alle bleibt weiterhin ein verantwortungsvoller Umgang mit Freiheit, auch mit App.“

Denn mit der App gibt es neben den Abstandsregelungen und dem Tragen eines Mund-Nasenschutzes nicht nur eine weitere Möglichkeit, sich und andere zu schützen, sondern die Corona-Pandemie weiter einzudämmen.

„Die Informationen, die über die Corona-App erfasst werden, ermöglichen das schnelle Durchbrechen von Infektionsketten. Wir sind alle froh und erleichtert, dass wir wieder mehr Freiheiten und mehr Kontakte haben können. Die App kann dabei helfen, eine zweite Welle zu vermeiden“, hebt Gesundheitsdezernentin Sabine Groß hervor. Selbstverständlich haben sie und ihre Amtskollegen Bürgermeister Peter Freier und Bildungs- und Planungsdezernent Paul- Gerhard Weiß die Corona-Warn-App installiert und hoffen auf Nachahmer.

„Je mehr Menschen mitmachen, desto sicherer bleibt die Situation"

„Je mehr Menschen mitmachen, desto sicherer bleibt die Situation in Offenbach und wir müssen nicht wieder Einschränkungen einführen und kontrollieren“, ergänzt Freier. Für Gastronomie und Gewerbetreibende wären neue Einschränkungen eine Katastrophe.

„Wir sind sehr froh, dass wir jetzt wieder mit dem Unterricht in Schulen starten und die Kindertagesstätten wieder öffnen können. Es wäre fatal, wenn es nicht gelingt, den Status Quo zu halten – und wir wieder schließen müssten. Auch die Offenbacher Vereine wären davon wieder betroffen“, betont Weiß.

Städtischer Datenschutzbeauftragter empfiehlt die App

Neben den Dezernenten empfiehlt auch der städtische Datenschutzbeauftragte Holger App die Nutzung der Corona-Warn-App: „Der Datenschutz ist bei dieser Applikation aus meiner Sicht hervorragend umgesetzt worden. Allein die Bluetooth-Schnittstelle muss zu jeder Zeit eingeschaltet sein.“ Wer das nicht möchte, dem empfiehlt der Datenschutzbeauftragte, Bluetooth immer dann aktiv einzuschalten, wenn es zu Situationen kommt, in denen man sich wie im Bus länger in geringem Abstand mit anderen Menschen aufhält – oder beispielsweise dann, wenn wie im familiären Bereich, kein Mund-Nasen-Schutz getragen wird.

18. Juni 2020