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Die hessischen Sommerferien neigen sich dem Ende zu. Am Montag, 30. August, kehren die Offenbacher Schülerinnen und Schüler wieder an ihre Schreibtische in den Schulen zurück. Mit dem Ziel, die Ansteckungsgefahr durch Corona-Viren im Klassenraum zu minimieren, hat der Magistrat der Stadt Offenbach die Anschaffung von weiteren 800 mobilen Luftfiltergeräten durch die GBM beschlossen. Eingesetzt werden die Geräte in den Klassen eins bis sechs sowie in Kitas. Die Höhe der Kosten für die neue Anschaffung ist mit 210.000 Euro veranschlagt. Der Förderanteil des Landes Hessen für diese Maßnahme beträgt voraussichtlich 75 Prozent.

Bildungsdezernent Paul-Gerhard Weiß erläutert: „Zu den vorhanden 189 mobilen Luftfiltergeräten, die im Januar 2021 angeschafft wurden, haben wir nun weitere 800 mobile Luftfiltergeräte gekauft.  Diese werden ab sofort sukzessive an die Schulen geliefert und innerhalb der nächsten zwei Wochen einsatzbereit sein. Die Filter werden primär in den Räumen eingesetzt, in denen sich Kinder unter 12 Jahren aufhalten. Unsere Jüngsten können bis zu diesem Alter nicht geimpft werden. Die mobilen Luftfiltergeräte sind Teil der städtischen Strategie zur Sicherung des Unterrichts, neben regelmäßigen Tests und Aufklärung der Schülerinnen und Schüler über Ansteckungswege."

Die regelmäßige Querlüftung der Unterrichtsräume alle 20 Minuten für 5 Minuten ist weiterhin die Basis für einen sicheren und hygienischen Unterrichtsbetrieb. Dieses stellt auch den notwendigen Austausch von CO2-haltiger Raumluft gegen Frischluft sicher. Unterrichts- und Betreuungsräume an Schulen sowie Kitas, die sich gut belüften lassen, werden mit insgesamt 700 mobilen Luftfiltergeräten der Luftfilterklasse HEPA 13 ausgestattet. Diese Geräte dienen zur zusätzlichen Unterstützung der Hygienesituation in dem Zeitraum zwischen der regelmäßigen Lüftung der Unterrichtsräume. Weitere 100 Geräte kommen in Innenräumen zum Einsatz, in denen nur unzureichend gelüftet werden kann. Dort ergänzt jeweils ein weiteres mobiles Luftfiltergerät das dort schon vorhandene.  „Wir erfüllen mit der Erhöhung der Stückzahlen pro Raum die Anforderungen des Umweltbundesamtes, das in ungenügend belüftbaren Räumen eine höhere Luftwechselrate für mobile Luftfiltergeräte vorgibt“, ergänzt Paul-Gerhard Weiß.

Im Auftrag des Baumanagements beschaffte die GBM Service GmbH der Stadtwerke Offenbach die Geräte und wartet sie. Die Geräte wurden in einem Prüfprozess so ausgewählt, dass diese der Vorgabe des Umweltbundesamtes, der Verkehrssicherungspflicht und den Anforderungen des Arbeitsschutzes genügen.

Auch in den Kitas werden nun mobile Luftfiltergeräte der gleichen Kategorie eingesetzt. Bürgermeisterin Sabine Groß betont: „Als Kinder- und Jugenddezernentin ist es mir wichtig, dass wir in den Kitas das Betreuungsangebot in Präsenz aufrechterhalten können. Damit dies gelingt, ist das regelmäßige Lüften weiter essentiell. Die Luftfiltergeräte können allein keine Infektionsvorsorge garantieren. Zusätzlich setzen wir Lolli-Tests ein. Gerade die Kleinsten waren in ihrem Alltag stark eingeschränkt in den zurückliegenden Monaten. Dabei ist es gerade für sie wichtig, dass sie eine feste Struktur und den regelmäßigen Kontakt zu Gleichaltrigen haben und vom Bildungsangebot in unseren Kitas profitieren. Ich danke den Erzieherinnen und Erziehern für ihren engagierten Einsatz im Alltag der Pandemie.“

Dezentrale Lüftungsanlagen geplant

Die Stadt Offenbach beantragt zusätzlich weitere Fördermittel für den festen Einbau von Lüftungsanlagen. Lüftungsanlagen tauschen die Raumluft vollständig aus, filtern und beheizen die Luft und sorgen gleichzeitig für Wärmerückgewinnung. Einige Offenbacher Schulen und Kitas verfügen bereits über Lüftungsanlagen, die einen vollständigen Austausch der Raumluft durch Frischluft gewährleisten können. Pro Liegenschaft ist die aktuelle Förderung auf 500.000 Euro gedeckelt. Mögliche Maßnahmen werden aktuell geprüft und vorbereitet. Hierbei sind größere bauliche Maßnahmen notwendig, die nicht von heute auf morgen zu realisieren sind.

Ein Baustein der städtischen Strategie ist auch die Impfkampagne für Kinder und Jugendliche in Offenbach ab 12 Jahre. Dazu sind auch Impfaktionen an Schulen in Vorbereitung, bei denen Minderjährige lediglich die Zustimmung eines Erziehungsberechtigten benötigen sowie einen Ausweis und den Impfpass, sofern vorhanden. Stand heute sind 68.364 der Offenbacherinnen und Offenbacher vollständig durch Impfzentren oder Haus- und Fachärzte geimpft und 77.600 teilweise geimpft. Rund 53 Prozent berechnet auf die Bevölkerung am 31.12.2019 mit rund 130.000 sind damit vollständig geimpft. Rund 3,3 Prozent der Bevölkerung wurden dem Gesundheitsamt als genesen gemeldet. Je mehr Menschen geimpft sind, desto häufiger enden Infektionsketten ohne weitere Ansteckung. 

26. August 2021