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Die vergangenen Tage haben es auch in Offenbach gezeigt: Die gegenseitige Unterstützung funktioniert in der Stadt. Menschen, die sich aufgrund der Gefährdung durch das Corona-Virus nicht mehr selber versorgen können, erfahren vielfach Hilfe aus der Nachbarschaft. Initiativen wie von den Jusos, der Jungen Union oder Hilfsangebote in den sozialen Medien zeigen, dass es momentan mehr ehrenamtliche Helfer als Hilfsbedürftige gibt.

Feuerwehr, Freiwilligenzentrum und Ehrenamtsbeauftragter arbeiten zusammen

Um vorzusorgen hat Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke die Feuerwehr Offenbach beauftragt, ein Konzept zur Versorgung von Mitbürgerinnen und Mitbürger zu erarbeiten, die in häuslicher Quarantäne sind und sich nicht mehr selbst oder durch Verwandte oder Nachbarn mit Lebensmitteln versorgen können. Die Feuerwehr hat hierzu das Freiwilligenzentrum um Unterstützung gebeten.

Das Freiwilligenzentrum Offenbach bereitet sich in enger Abstimmung mit dem Ehrenamtsbeauftragten Manuel Dieter und den bereits aktiven Organisationen und Initiativen auf eine Koordinierung von Hilfesuchenden und Hilfeleistenden vor. „Wichtig ist dabei, dass alle Offenbacherinnen und Offenbacher weitgehend geschützt werden und persönlicher Kontakt vermieden wird“, sagt Manuel Dieter. „Zunächst gilt es, den momentanen Bedarf zu erkunden und auf veränderte Bedingungen vorbereitet zu sein, so dass auch weiterhin alle Bürgerinnen und Bürger versorgt werden können.“

Interessierte können sich in Datenbank eintragen

Wer sich engagieren möchte, das heißt, Einkäufe erledigen oder diese zu den Hilfsbedürftigen bringen kann, kann sich in der Datenbank des Freiwilligenzentrums registrieren. Alle Interessierten werden über die notwendigen Hilfeleistungen auf dem Laufenden gehalten und bei Bedarf eingesetzt.

Personen, die nicht mehr auf die Unterstützung aus ihrem eigenen sozialen Umfeld zurückgreifen können und auf Hilfe angewiesen sind, können sich ebenfalls in der Datenbank registrieren. Wer nicht über einen Internetanschluss verfügt, kann auf dem Anrufbeantworter unter 069/82367039 eine Nachricht hinterlassen. Das Freiwilligenzentrum Offenbach wird dann Kontakt aufnehmen.

20. März 2020