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Während die erste Welle des Corona-Ausbruchs unter Kontrolle scheint und schrittweise die strengen Maßnahmen zum Schutz vor dem Virus wieder gelockert werden verabschiedet sich die kleine Corona-Kolumne von Holger App mit einem Zitat aus Hamlet von William Shakespeare: „Sei denn behutsam! Furcht gibt Sicherheit.“

Der Datenschutzbeauftragte der Stadt Offenbach und Prädikant in evangelischen Gemeinden hatte sich in den vergangenen Wochen mit nachdenklichen Worten zur Corona-Krise an die Offenbacherinnen und Offenbacher gewandt. Zum Abschluss widmet er sich noch einmal der allgegenwärtigen Furcht vor einer Ansteckung: „Diese Furcht macht uns vorsichtig, lässt uns nicht vergessen, dass Hygiene, Abstand und Mund-Nase-Bedeckung nicht nur uns selbst, sondern auch andere vor Ansteckung schützen.

Eine gute, eine schlechte und eine komische Seite

Ja – Corona ist zum Fürchten. Zu unseren alltäglichen Sorgen ist eine mehr dazugekommen. Gerade diejenigen, die schon vor Corona keinen Mangel an Sorgen hatten, sind besonders hart von den Einschränkungen im Alltag betroffen, die uns trotz der allmählichen Rückkehr zu einem Leben, das dem vor der Infektionswelle zumindest ähnelt, sicher noch lange Zeit begleiten werden. Wann wird die Pflicht zur Mund-Nase-Bedeckung aufgehoben? Wann werden wir wieder Freund und Familie ohne Einschränkungen besuchen dürfen? Das weiß ich leider auch nicht. Aber ich weiß eines: „Alles hat drei Seiten: eine gute, eine schlechte und eine komische.“ Dieses Zitat von Karl Valentin gibt mir den Mut, auch die nächsten Wochen zwar mit der gebotenen Vorsicht aber eben auch mit Humor und Lebenslust anzugehen.

Angst lähmt, macht blind und das Herz eng

Ich finde es wichtig, zwar furchtsam und damit vorsichtig, aber eben nicht ängstlich zu sein. Denn Angst lähmt, macht blind und das Herz eng. Meine Überzeugung ist, dass wir Ängste nur schlimmer machen, wenn wir sie ernst nehmen. Nein – Angst kann man nur dadurch besiegen, dass man sie weglacht. Keine Partys erlaubt? Dann geht es halt mit Dis-Tanz in den Mai! Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern von Herzen, dass sie gesund bleiben oder zumindest bald wieder soweit in der Lage sind, dass sie Ihren Alltag gut bewältigen können. Und wenn es Sie doch erwischt haben sollte, denken Sie an einen weiteren Spruch von Karl Valentin: „Gar nicht krank ist auch nicht gesund!“ Bleiben Sie fröhlich! Denn egal, wann ein Medikament oder ein Impfstoff gefunden wird, bleibt eines auf jeden Fall richtig: Lachen ist die beste Medizin! So verbleibe ich mit den besten Wünschen für eine fröhliche Zeit und ein waches Auge für die komischen Seiten von Corona.

8. Mai 2020