Sprungmarken
Suche
Suche

Ein Mann sitzt am Flughafen, im Hintergrund hebt ein Flugzeug ab
© pixabay
Offenbacherinnen und Offenbacher, die beispielsweise in den Sommerferien eine Reise ins Ausland planen, sollten sich rechtzeitig über die jeweils geltenden Einreisebestimmungen des Ziellandes sowie über die Rückkehrbestimmungen nach Deutschland informieren.

Das Stadtgesundheitsamt Offenbach weist darauf hin, dass Rückkehrer aus Regionen, die vom Robert-Koch-Institut (RKI) als Risikogebiet eingestuft werden, bei ihrer Rückkehr sofort in eine 14-tägige häusliche Quarantäne müssen. Rückkehrer müssen sich in diesem Fall umgehend selbstständig an das Gesundheitsamt wenden (E-Mail: hit.gesundheitsamtoffenbachde; Telefon: 8065-3520 / 8065-2431 / 8065-3815 / 8065-3796).

Eine Übersicht über Empfehlungen des Stadtgesundheitsamtes zum Thema sichere Reiserückkehr gibt es hier als Download:

Mehrzahl der weltweiten Reiseziele sind noch Risikogebiete

Die Mehrzahl aller weltweiten Reiseziele gilt derzeit noch als Risikogebiet, so auch beliebte Urlaubsziele wie Türkei, Ägypten, Tunesien, die Vereinigten Arabischen Emirate und die USA. Auch Bosnien und Serbien zählen dazu.

Für Rückreisen aus der EU, dem Vereinigten Königreich sowie dem Schengenraum hat die Bundesregierung die Quarantänepflicht zwar grundsätzlich aufgehoben. Allerdings können auch in diesen Ländern lokale oder regionale Risikogebiete kurzfristig ausgerufen werden – in diesem Fall gilt dann auch wieder die Quarantänepflicht bei der Einreise nach Deutschland.

Dr. Bernhard Bornhofen, der Leiter des Stadtgesundheitsamtes, betont: „Jeder Einreisende ist verpflichtet sich vor der Rückkehr, noch während des Aufenthalts im Ausland, eigenständig zu informieren, da sich die Risikogebiete täglich ändern können.“ Die Liste der Risikogebiete wird laufend aktualisiert und ist auf den Seiten des RKI zu finden:

Wer sich nicht in Quarantäne begibt und/oder sich nicht beim Stadtgesundheitsamt meldet, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die jeweils mit bis zu 25.000 Euro geahndet werden kann.

Bornhofen gibt außerdem zu bedenken: „Wer sich wissentlich in ein Risikogebiet begibt, verliert gegebenenfalls seinen Anspruch nach dem Infektionsschutzgesetz für Lohnersatzzahlung. Das heißt, der Arbeitgeber muss gegebenenfalls für die Zeit der Quarantäne keinen Lohn zahlen. Diesen bekommt der Arbeitgeber dann nämlich auch nicht vom Land erstattet“, so Bornhofen.

Quarantäne kann bei negativem Testergebnis vorzeitig aufgehoben werden

Eine Quarantäne kann dann vorzeitig beendet werden, wenn dem Gesundheitsamt ein ärztliches Zeugnis in deutscher oder englischer Sprache vorgelegt wird, welches bestätigt, dass es keine Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus gibt.

Das ärztliche Zeugnis muss sich auf einen molekularbiologischen Corona-Test (PCR-Test) stützen, der in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder in einem sonstigen durch das Robert Koch-Institut im Internet veröffentlichten Staat durchgeführt und höchstens 48 Stunden vor Einreise in die Bundesrepublik vorgenommen worden ist. Das ärztliche Zeugnis ist für mindestens 14 Tage nach Einreise aufzubewahren.

Die Tests müssen nachweislich in einem qualitätsgesicherten Labor durchgeführt werden. Diese sind erkennbar an der Akkreditierung nach ISO 15189 oder ISO/IEC 17025. Akzeptiert werden außerdem Tests von offiziellen Covid-19-Referenzlabors der Weltgesundheitsorganisation.

Sofern kein SARS-CoV-2-Virus-PCR-Test vor der Einreise durchgeführt wurde, ist es wichtig, sich bei der Rückkehr in Deutschland beispielsweise am Flughafen in Frankfurt oder beim Hausarzt testen zu lassen. Bis zum Vorliegen des Testergebnisses muss man sich aber dennoch in Quarantäne begeben.

Vorsicht nach der Einreise

Auch Personen, die bei der Einreise getestet wurden und bei denen das Virus nicht nachgewiesen werden konnte, haben Sorgfaltspflichten. Die Inkubationszeit beträgt bis zu 14 Tagen. Wer sich zum Beispiel beim Abschied im Risikoland umarmt, und sich dabei angesteckt hat, kann auch trotz eines negativen Tests krank werden und dann andere anstecken. Deshalb sind 14 Tage lang Abstand, Hygiene und Alltagsmasken ganz besonders wichtig. Auch alte, kranke und immungeschwächte Menschen sollten von den Reiserückkehrern für 14 Tage gemieden werden.

Krankenpflege- und Arzt-Personal muss sogar nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet 14 Tage lang ständig mit Schutzausrüstung arbeiten, um eine Ansteckung von Kollegen und Patienten zu vermeiden. Dort ist der Arbeitgeber vor dem Arbeitsantritt zu informieren. Wer doch noch Corona-Symptome entwickelt, soll sich trotz negativen Tests beim Gesundheitsamt und seinem Hausarzt melden.

Strafen bei Nichtmeldung

Rückkehrende aus Risikogebieten sind verpflichtet, sich umgehend beim Stadtgesundheitsamt zu melden und gleichzeitig eine Quarantäne für 14 Tage anzutreten. Das bedeutet, keine persönlichen Kontakte zu anderen Menschen aufzunehmen. Wer sich nicht beim Gesundheitsamt meldet, kann dafür mit bis zu 25.000 Euro bestraft werden. Das gilt auch, wer sich nicht an die vorgeschriebene Quarantäne hält.

OB zur aktuellen Corona-Lage © Stadt Offenbach / Dominic Leiendecker

Elterninformationen für Auslandsreisen

Wer mit seinen Kindern in den Sommerferien ins Ausland verreist, sollte sich regelmäßig informieren, ob das Zielland zu einem der Risikogebiete zählt, oder neu eingestuft wurde. Eine Hilfestellung bietet das Informationsblatt zur sicheren Rückkehr nach den Ferien, welches hier als Download bereitsteht:

Fragebogen zur Reiserückkehr

Wer aus einem Risikogebiet nach Offenbach zurückreist, muss sich selbstständig beim Gesundheitsamt melden. Eine einfache Möglichkeit dazu bietet der Fragebogen zur Reiserückkehr vom Stadtgesundheitsamt, der einfach nur ausgefüllt und abgesendet werden muss.

Mehrsprachige Infos für Reiserückkehrer

Die im Juli und August steigenden Infizierten-Zahlen in Offenbach sind vor allem auf Reiserückkehrer zurückzuführen. Deshalb verteilt die Stadt mehrsprachige Handzettel mit dem Aufruf sich nach der Rückkehr von einer Reise testen zu lassen. Wer aus einem Risikogebiet zurückkommt, muss sich sofort beim Gesundheitsamt melden und zuhause bleiben. Die Informationsblätter werden unter anderem in Reisebüros, Reisebussen und Taxis ausgehändigt sowie an Sport- und Kulturvereinen sowie Glaubensgemeinschaften verteilt. 

3. August 2020