Sprungmarken
Suche
Suche

Immer mehr Menschen werden auf Anordnung der Gesundheitsämter vorsorglich oder aufgrund einer Corona-Infektion in eine häusliche Quarantäne geschickt. Seit Montag, 23. März, gilt außerdem eine neue Regelung des Landes Hessen zur Bekämpfung des Virus: Demnach sind ab sofort alle Menschen verpflichtet, sich selbstständig in eine 14-tägige häusliche Quarantäne zu begeben, wenn sie sich innerhalb der zurückliegenden 14 Tage in einem Risikogebiet aufgehalten haben.

Lohnfortzahlung bei Quarantäne - Arbeitgeber bekommen Lohnkosten erstattet

Arbeitnehmer, die in Quarantäne gesetzt werden, müssen keine arbeitsrechtlichen Folgen befürchten. Sie erhalten auch in einer verordneten Quarantäne bis zu sechs Wochen lang ihren normalen Lohn weiter. Arbeitgeber hingegen können für diese Lohnkosten Ersatz vom Staat einfordern.

Anträge sind auf Grundlage von Paragraph 56 des Infektionsschutzgesetzes schriftlich an das Stadtgesundheitsamt Offenbach (Berliner Straße 60, 63065 Offenbach) oder per E-Mail an erstattung.gesundheitsamtoffenbachde  zu richten. Auch Selbstständige und Freiberufler, die in Quarantäne waren, erhalten nach dem Infektionsschutzgesetz einen Ersatz für entstandenen Verdienstausfall.

Für die Antragsstellung besteht jedoch keine Eile: Anträge können innerhalb von drei Monaten nach Inkrafttreten der Maßnahme (Quarantäne) gestellt werden. Die Anträge werden der Reihe nach abgearbeitet. Nach Angaben des Stadtgesundheitsamtes ist mit einer längeren Bearbeitungszeit zu rechnen.

Bund und Land arbeiten an Hilfsprogrammen

Noch keine endgültigen Regelungen gibt es für die Erstattung von Umsatzeinbußen aufgrund der verordneten Geschäftsschließungen durch das Land Hessen. Betriebe, die aufgrund von Schließungen Umsatzeinbrüche erleiden, haben keinen Anspruch auf Erstattung nach dem Infektionsschutzgesetz. Bund und Land arbeiten jedoch an sehr umfangreichen Hilfsprogrammen für diese Fälle. Im Moment ist noch nicht geklärt, ob Ansprüche künftig direkt beim Land Hessen angemeldet werden können. Von Anträgen an das Stadtgesundheitsamt ist in diesen Fällen bitte abzusehen.

25. März 2020