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Für eine Corona-Impfung ist ab sofort keine Registrierung mehr notwendig. Jeder der sich impfen lassen möchte, kann das jetzt ganz spontan im Impfzentrum machen, so wie es Beruf, Familie und Alltag erlauben. Ab dem 2. August öffnet eine zusätzliche Impfstation im Bürgerbüro.

Die Stadt Offenbach hat wichtige Erleichterungen für Impfwillige beschlossen. Ab sofort können sich alle Impfwillige ab 16 Jahre ohne Termin und Registrierung, unter anderem im Impfzentrum in der Stadthalle, impfen lassen. Es gilt das Motto: „Hinkommen – Drankommen“. Benötigt wird lediglich ein Ausweisdokument, damit eine Impfbescheinigung ausgestellt werden kann. Das Impfzentrum ist täglich von 7 bis 22 Uhr (auch am Wochenende) geöffnet. Zur Verfügung stehen alle vier in Deutschland zugelassenen Impfstoffe. Die Möglichkeit einer Impfung erhalten jetzt – anders als bisher – auch Menschen, die sich in Offenbach aufhalten, aber keinen Wohnsitz in Offenbach haben. Eltern, die ihre Kinder ab dem Alter von 12 Jahren impfen lassen möchten, können sich zwecks Terminvergabe und Rückfragen an die Impfplanung der Stadt wenden (impfplanungoffenbachde).

Neue Impfstation im Bürgerbüro

Darüber hinaus wird das dezentrale Angebot der Impfungen erweitert: Neben dem noch bis Ende September betriebenen Impfzentrum in der Stadthalle entsteht im Bürgerbüro (Kaiserstraße 39) eine neue Impfstation mitten in der Innenstadt. Verabreicht werden dort Impfdosen von BioNTech und Johnson&Johnson. Die Impfstation im Bürgerbüro ist ab dem 2. August montags, dienstags, mittwochs und freitags von 9 bis 13 Uhr und donnerstags von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Für eine Impfung im Bürgerbüro müssen sich Interessierte lediglich im Anmeldeterminal vor Ort unter der Rubrik „Impfung“ einchecken und werden dann aufgerufen. Auch hier genügt ein Ausweisdokument. Weiterhin sind in den nächsten Tagen und Wochen mobile Impfaktionen im Stadtgebiet geplant.

Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke: „Wir wollen den Menschen den Weg zur Impfung so einfach wie möglich machen. Bislang war die notwendige Registrierung und die Terminvergabe über das Land Hessen vergleichsweise aufwändig und umständlich. Weil jetzt das Land seine Terminvergabe ab 31. Juli einstellt, haben wir in Offenbach entschieden, schon jetzt und sofort auf die Terminvergabe zu verzichten. Jeder der sich impfen lassen möchte, kann das jetzt ganz spontan machen, so wie es Beruf, Familie und Alltag erlauben.“

Auch Gesundheitsdezernentin und Bürgermeisterin Sabine Groß betonte, dass die Stadt mit den neuen Maßnahmen die Hürden für eine Impfung senken möchte. „Die Impfungen in Offenbach sind in den vergangenen Wochen gut vorangekommen, aber jetzt stellt sich allmählich ein Rückgang der Impfbereitschaft ein und wir müssen die Impfquote bis zum Herbst noch weiter deutlich erhöhen. Ausgehend von den uns bekannten Impfungen haben wir in Offenbach inzwischen eine Quote von mindestens 43 Prozent der Bevölkerung erreicht, die bereits doppelt und damit vollständig geimpft ist. Die Quote der Erstimpfungen liegt bei 54 Prozent, sodass sich die Anzahl der vollständig geimpften Menschen weiter erhöhen wird.“ Hinzu kommt, so die Gesundheitsdezernentin, dass vergleichsweise viele Offenbacherinnen und Offenbacher außerhalb der Stadt arbeiten und daher in anderen Städten über die Betriebs- und Fachärzte, die Impfzentren oder durch die Impfaktionen für Erzieherinnen und Erzieher sowie Pflege- und medizinisches Personal zum Teil schon geimpft wurden. „Da wir die Zahl dieser auswärtigen Impfungen nicht kennen, können wir die Impfquote der Offenbacher Bevölkerung nicht genau ermitteln. Es ist aber davon auszugehen, dass sie um einige Prozentpunkte höher liegt.“

Corona-Impfungen können in einzelnen Fällen zwar Impfreaktionen wie kurzzeitiges Fieber oder Erkältungssymptome auslösen. Sie schützen aber längerfristig vor einer schweren Infektion mit dem heimtückischen Corona-Virus und vor einem schweren und langanhaltenden Krankheitsverlauf. Aktuell steigen die Infektionszahlen in Offenbach vor allem in der Altersgruppe der unter 20-Jährigen und der 20- bis 40-Jährigen. „Viele ältere Menschen haben sich durch eine Impfung geschützt. Deshalb verzeichnen wir eine Ausbreitung der sehr ansteckenden Delta-Variante vor allem bei den jüngeren Menschen“, erläuterte Gesundheitsdezernentin Groß. „Junge Menschen haben ein deutlich geringeres Risiko schwer zu erkranken. Aber auch unter jungen Menschen gibt es Fälle mit schweren Verläufen und Langzeitschäden und niemand kann vorher wissen, ob es einen selbst schwer trifft. Deshalb ist es wichtig, dass sich wirklich jede Offenbacherin und jeder Offenbacher sehr bewusst mit der Frage einer Impfung auseinandersetzt. Wir als Stadt wollen es den Impfwilligen dann möglichst einfach machen, sich zu impfen und vor einer schweren Covid-Erkrankung zu schützen.“

Im Bürgerbüro wurde das testweise eingerichtete Impfangebot sehr gut angenommen, berichtete Amtsleiterin Martina Fuchs: „Die Infrastruktur vor Ort ist optimal, daher öffnen wir das Angebot jetzt für alle Menschen, auch wenn sie sonst keine weiteren Dienstleistungen von uns benötigen.“ Mit dem Wegfall der Terminvergabe kann es für die Impfungen im Bürgerbüro und im Impfzentrum gelegentlich zu Wartezeiten kommen. Impfstoffe sind inzwischen zwar reichlich vorhanden, das Angebot kann jedoch abhängig von der Nachfrage und den Lieferzyklen tageweise auch begrenzt sein.

Weitere Informationen zu den Impfungen und zum Corona-Virus gibt es unter www.offenbach.de/corona. Fragen zur Impfung beantwortet außerdem die Bevölkerungsinformation (Telefon: 8065-3636, E-Mail: impfplanungoffenbachde).

Hintergrund Impfzahlen:

Weltweit wurden nach Zählung der anerkannten John Hopkins University bereits knapp 4 Milliarden Impfdosen verabreicht. Deutschlandweit sind bis 27. Juli bereits 41,79 Millionen Menschen (50,2 Prozent der Gesamtbevölkerung) vollständig geimpft. Insgesamt haben 50,85 Millionen Menschen (61,1 Prozent) mindestens eine Impfdosis erhalten. Hessenweit liegt zum 28. Juli die Quote der vollständig Geimpften bei 49,5 Prozent, die Quote der erstmalig Geimpften bei 60,8 Prozent. In der Stadt Offenbach wurden bis zum 25. Juli im Impfzentrum, durch mobile Teams und Haus- und Fachärzte insgesamt 118.285 Impfungen durchgeführt. Ihre erste Impfdosis haben 70.225 Menschen erhalten (54 Prozent der Stadtbevölkerung), vollständig geimpft wurden in Offenbach (zzgl. Einmalimpfungen durch Johnson&Johnson) 55.403 Menschen (43 Prozent).

Offenbach am Main, 29. Juli 2021